Matthias Glarner: «Was wir hier erlebt haben, war irrsinnig geil»

Aktualisiert

Matthias Glarner«Was wir hier erlebt haben, war irrsinnig geil»

Schwingerkönig Matthias Glarner hatte einen Plan für den Schlussgang gegen Armon Orlik. Dieser ging perfekt auf.

von
hua

Matthias Glarner über seine Taktik und seinen Gegner. (Video: 20 Minuten)

Matthias Glarner kann auf viele Jahre Schwing-Erfahrung zurückblicken. Da ist es kein Wunder, dass sich der 30-Jährige einen Schlachtplan für den Schlussgang zurecht gelegt hatte. «Die Taktik für den Schlussgang war schon, dass ich ihn machen lassen muss. Er ist der Jüngere, er hat Energie, vielleicht ein bisschen mehr als ich», sagte der König und schmunzelte an der Medienkonferenz.

«Ich habe mich daher auf die Konter konzentriert.» Der Berner gab zudem zu, dass ihm für den Sieg wohl auch seine Routine geholfen habe. «Ausserdem habe ich meine Lehren aus Burgdorf gezogen, als ich ein schweres Fest hatte.» In den letzten drei Jahren hat Glarner den Fokus deshalb neu ausgerichtet. «Ich kann nach diesem wunderbaren Erfolg hier zuerst einmal vielen Leuten danken. Besonders auch meinen Berner Kollegen und dem Berner Verband. Wir haben gemeinsam und mit dem Motto ‹zusammen sind wir stark› drei Jahre lang auf dieses Wochenende hingearbeitet, und was wir gestern und heute hier erlebt haben, war einfach irrsinnig geil.»

Erneutes Lob an Gegner

Auch an der Medienkonferenz zollte Glarner seinem unterlegenen Gegner grossen Respekt. «Ich habe ihm das ganze Wochenende zugesehen, ich dachte mir, dass es früher oder später zum Duell mit ihm kommt. Ich wurde dabei sogar zu einer Art Fan von ihm, seine Schwingart ist fantastisch. Er wird definitiv ein Mann für die Zukunft sein.»

Glarner ist sich bewusst, dass er als König nun eine Vorbildfunktion für die Kinder einnimmt. Diese will er wahrnehmen, denn Kinder seien ihm sehr wichtig. «Ich hoffe, dass ich einige Junge dazu animieren kann, dass sie dereinst im Sägemehlring stehen.» (hua/sda)

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