Erste Hilfe: Was wissen Sie noch vom Nothelferkurs?
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Erste HilfeWas wissen Sie noch vom Nothelferkurs?

Fast 20 000 Unfälle mit Verletzten oder Toten gibt es jährlich in der Schweiz. Wie helfen Sie richtig, wenn Sie Zeuge eines Unfalls werden? Unsere Bildstrecke frischt Ihr Wissen auf.

von
Irene Reis

Drei Autos prallen ineinander, es gibt viel Blechschaden und vier Verletzte. Alltag auf Schweizer Strassen. Glücklicherweise war der geschilderte Crash ausnahmsweise bloss gestellt. Die Aktion «Ritter der Strasse» ­simulierte am Mittwoch in der Arena des Verkehrshauses in Luzern einen Unfall. Den Besuchern sollte dies zeigen, wie richtiges und rasches Eingreifen Unfallfolgen mindern oder gar Leben retten kann.

Neben einer Unfallsituation mit drei Autos wurde das Aufgebot von Feuerwehr, Polizei und Sanität sowie die Rettung der Opfer gezeigt. «Wir wollen mit diesem Event erreichen, dass die Leute bei einem Unfall nicht wegsehen, sondern handeln», erklärt Peter Matthys, Präsident von Ritter der Strasse.

Überblick verschaffen, Alarm schlagen

Das richtige Handeln demonstrierten die Profis: Zunächst wird die Unfallstelle gesichert und signalisiert. Nach einem Überblick über die Opfer erfolgt der Notruf – die wichtigste Handlung des Ersthelfers. Anschliessend kommt die Erste Hilfe: Herzmassage bei fehlendem Puls, Halsschienengriff bei einem Sturz, Seiten­lagerung bei Bewusstlosigkeit. Wichtig ist ausserdem, dass der Ersthelfer auch nach dem Eintreffen der Rettungskräfte als Zeuge vor Ort bleibt.

Einer, der schon richtig gehandelt hat und damit im Jahr 2010 zum Ritter der Strasse gekürt wurde, ist Johann Hindenlang (61). Der Zuger befreite einen damals 23-Jährigen aus einem brennenden Auto: «Ich wusste nur, dass ich schnell zu diesem Auto muss, alles Weitere geschah instinktiv.»

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