Aktualisiert 26.05.2020 18:05

«Live aus dem Chefbüro»«Es werden garantiert noch weitere Länder die Grenzen öffnen»

Martin Nydegger ist als Chef von Schweiz Tourismus jetzt besonders gefordert. Wie umgarnt er nun Schweizer Gäste? Und gibts bald eine Werbeoffensive in Deutschland? Am Dienstag stellte sich Nydegger den Leserfragen.

von
Sandro Spaeth

Darum geht es

  • Schweiz-Tourismus-Chef Martin Nydegger ist Gast bei «Live aus dem Chefbüro».
  • Am 26. Mai ab 12.30 Uhr stellt sich der Touristiker den Fragen der Leser.
  • Übers untenstehende Formular können Fragen eingereicht werden.
  • Der Tourismus in der Schweiz leidet coronabedingt massiv.

Die Hoffnung der Schweizer Touristiker ruht wegen Corona zu einem grossen Teil auf Gästen aus dem Inland. Doch wie holt man die Schweizer von ihren Gärten und Balkonen in die Schweizer Berge? Kommt hinzu, dass vielen Ferien im eigenen Land als eher teuer erscheinen. Kommt es deswegen zur Rabattschlacht?

Am Dienstag stellte sich Schweiz-Tourismus-Chef Martin Nydegger im Rahmen des Formats «Live aus dem Chefbüro» den Fragen der 20-Minuten-Leser. Für den 49-jährigen Berner Tourismus-Manager kamen viele Fragen rein. Sehen Sie das Ganze Gespräch nochmals im Video oben an.

Einfluss der Nachbarländer

Einen Einfluss auf das Sommergeschäft dürfte auch die mit den Nachbarländern Deutschland, Österreich und Frankreich vereinbarte Grenzöffnung ab dem 15. Juni haben. Wird Schweiz Tourismus deswegen in Deutschland eine Werbeoffensive starten?

Zuletzt sind die Logiernächte in der Schweiz massiv zurückgegangen. In Graubünden gingen die Übernachtungen im März und April um rund 75 Prozent zurück. Basel verzeichnete bei den Hotelübernachtungen im April sogar ein Minus von 88 Prozent.

Mehr Millionen für Werbung

Um die durch das Coronavirus angeschlagene Tourismusbranche etwas zu unterstützen, hat der Bund der Marketingorganisation Schweiz Tourismus zusätzliches Geld zukommen lassen. Dabei geht es um 40 Millionen Franken für die Jahre 2020 und 2021. Die eine Hälfte des Geldes geht an Schweiz Tourismus für die Nachfrage-Aktivierungs-Marketingkampagne 2020/2021. Die andere Hälfte wird zur Entlastung von Tourismusregionen eingesetzt, die sich derzeit kein eigenes Marketing leisten können.

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Martin Nydegger, Direktor von Schweiz Tourismus, stellte sich den Fragen der 20-Minuten-Leser.

Martin Nydegger, Direktor von Schweiz Tourismus, stellte sich den Fragen der 20-Minuten-Leser.

20 Minuten
Das Gespräch fand am Sitz von Schweiz Tourismus in Zürich statt. Das Setting ist passend: zwei Sitze von der alten Gondelbahn Flims-Foppa-Naraus. 20 Minuten hat vor Ort…

Das Gespräch fand am Sitz von Schweiz Tourismus in Zürich statt. Das Setting ist passend: zwei Sitze von der alten Gondelbahn Flims-Foppa-Naraus. 20 Minuten hat vor Ort…

20 Minuten
…die nötigen technischen Geräte für den Live-Stream aufgebaut.

…die nötigen technischen Geräte für den Live-Stream aufgebaut.

20 Minuten

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79 Kommentare

Ein Leser

29.05.2020, 10:02

Tourismus ist für ein Land wie die Schweiz wertvoll. Sofern das Ganze für die Bevölkerung ausgewogen und ressourcenschonend betrieben wird.

Bartli

29.05.2020, 00:04

Die wollen primär zahlungskräftige Kunden, notfalls werden Hotels wieder an fragliche Grosskapitalisten verkauft oder es kommen zahlungsstarke Interessenten, die Hotels in Luxuswohnungen umbauen, auch wenn nicht alle. Gibt es schon, denke ich. Was alles möglich ist das sehen wir gerade auf dem Bürgerstock.

Bartli

28.05.2020, 23:05

Jetzt beginnt der Ausverkauf, wetten. Wer rettet nun seine Milliarden in Hotels/Immoilien=Boden. Achtung Leute. Die Neofeudalen sind auf Einkaufstour, nun wird noch alles an Multis verkauft, an Fremde womöglich. Ade Heimatland. Bürgerstock ein gutes Beispiel. Mietwohnungen wie uns vorgekaut? Nein, Eigentum für mind. 10Millionen. Inkl. GatedCommunitie und Service vom Hotel, mit allem drum und dran versteht sich.