Aktualisiert 22.12.2003 10:30

Wasserfallen tritt wieder an

In der Stadt Bern tritt FDP-Gemeinderat Kurt Wasserfallen bei den Gemeindewahlen vom November 2004 für eine vierte Amtszeit an.

Noch offen ist, ob Wasserfallen erneut bürgerlicher Kandidat fürs Stadtpräsidium ist.

Er wolle dazu beitragen, zum Wohle der Stadt Bern nach 12 Jahren rot-grüner Mehrheit eine bürgerliche Wende zu erreichen, sagte Wasserfallen am Montag vor den Medien. In der Stadtregierung wolle er weiter «Positives und Substanzielles» für Bevölkerung und Wirtschaft erreichen.

Beitragen wolle er auch dazu, dass «Andersdenkende» in der Exekutive «wieder respektiert» würden. Wasserfallen ist seit 1993 Mitglied der Stadtregierung, zuerst als Polizeidirektor, seit Mai 2003 als Finanzdirektor.

In den Ereignissen rund um seine Absetzung als Polizeidirektor vom Frühjahr sehe er keine Hypothek für den bürgerlichen Wahlerfolg, sagte Wasserfallen. Sie seien ihm zwar weiter «unverständlich», für ihn gelte ab 2004 im Verhältnis zu den Gemeinderatskollegen aber wieder der «courant normal».

Wasserfallen muss als Kandidat von der Parteiversammlung vom 1. März bestätigt werden. Noch offen ist, ob er wie im Jahr 2000 erneut für das Stadtpräsidium kandidiert. Damals hatte er gegen den amtierenden Klaus Baumgartner einen Achtungserfolg erzielt.

Ausser Wasserfallen haben auch die Gemeinderäte Alexander Tschäppät und Edith Olibet (beide SP) sowie Adrian Guggisberg (CVP) ihr erneutes Antreten angekündigt. Ursula Begert (SVP) stellte eine wilde Kandidatur in Aussicht, nachdem ihr von der SVP-Parteileitung die Unterstützung versagt worden war. Klaus Baumgartner (SP) und die grüne Sozialdirektorin Therese Frösch treten nicht mehr an.

Die Koalitionen zwischen den Parteien und die Kandidatenlisten werden sich im Hinblick auf den Wahltag vom 28. November erst nach dem 8. Februar klären: An diesem Termin stimmen die Stadtbernerinnen und Stadtberner über eine Verkleinerung der Exekutive von 7 auf 5 Mitglieder ab.

(sda)

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