Aktualisiert 22.12.2003 22:41

Wasserfallen tritt wieder an – und brüskiert Gegner

Kurt Wasserfallen tritt bei den Gemeinderatswahlen im November 2004 wieder an. Auf der politischen Gegenseite sorgt die Kandidatur für Empörung.

Trotz den Querelen im Berner Gemeinderat und seiner Entmachtung als Polizeidirektor zieht Wasserfallen nach elf Jahren eine positive Bilanz: «Ich will weiterhin Substanzielles für meine Stadt und die Bevölkerung leisten.» Der

57-Jährige fühlt sich fit für eine vierte Amtszeit: «Im Bundesrat wäre ich der Jüngste.» Von seiner Krebserkrankung habe er sich gut erholt.

Obwohl er sich weigert, gemeinsam mit Ursula Begert (SVP) zu kandidieren, möchte Wasserfallen die bürgerlichen Kräfte bündeln. Doch SVP-Präsident Hans-Ulrich Gränicher ist skeptisch: «Wir wollen einen Neustart – damit meinen wir alle sieben Gemeinderäte, die versagt haben.» Das Grüne Bündnis fordert, dass Wasserfallen auf die Kandidatur verzichtet. Der «profilierungssüchtige Hardliner» sei eine Belastung für die Erneuerung der Stadtpolitik. SP-Ko-Präsident Michael Aebersold ortet klare Mängel bei Wasserfallens Verhalten und Führungsarbeit und ist erstaunt, dass er nach dem Resultat der PUK noch einmal antritt.

Wasserfallens Kandidatur muss noch von der FDP-Parteiversammlung am 1. März bestätigt werden. Dann entscheidet sich auch, ob er um das Stadtpräsidium kämpfen wird.

Patrick Marbach

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