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Wasserkugel-Zauberer: Ärzte besorgt

Seltsame Symptome plagen den Action-Magier David Blaine bei seinem einwöchigen Stunt in der Wasserkugel. Seine Ärzte machen sich Sorgen - doch Blaine denkt nicht ans Aufgeben.

Nach US- Medienberichten vom 6. Mai 2006 sind Mediziner vor allem über den Zustand von Blaines durchweichter Haut und die zunehmende Schwäche des Amerikaners besorgt. Blaine räumte ein, dass seine Haut sich wie «ständig von Nadeln durchbohrt» anfühle. Am Montagabend (8. Mai, Ortszeit) sollte die umstrittene Aktion vor der Metropolitan Opera in New York nach sieben Tagen zu Ende gehen (20minuten.ch berichtete über das Vorhaben).

Der amerikanische Fernsehsender ABC will das Finale am Montag live ausstrahlen. Nach einer Woche ohne Schlaf und ohne feste Nahrung unter Wasser, nur mit Sauerstoff und Infusionen für den Flüssigkeitsbedarf versorgt, will Blaine am Ende auch noch einen Rekord im Luftanhalten aufstellen, während er sich aus schweren Ketten befreit. Seit Januar hat er 23 Kilogramm abgenommen, um auf die enorme körperliche Belastung durch das Leben unter Wasser besser vorbereitet zu sein.

Zehntausende Schaulustige haben Blaines gläserne Goldfischkugel besucht, darunter auch Hollywoodstars wie Colin Farrell, Matt Dillon und Courteney Cox. Einige spornten den Aktionskünstler mit handgeschriebenen Botschaften zum Durchhalten an, während Blaine seine verschrumpelten Hände an die Glasscheibe presste.

«Deine Hände mit den vielen Falten sehen seltsam aus», bemerkte ein siebenjähriges Mädchen in einer Notiz auf Blaines Webseite. «Sei vorsichtig. Du bist eine große Inspiration für mich», schrieb ein anderer Fan.

Blaine hat schon öfter in ähnlicher Weise auf sich aufmerksam gemacht. 1999 verbrachte er sieben Tage in einem Glassarg unter der Erde. Ein Jahr später hielt er in New York 62 Stunden in einem Eisblock aus. 2003 verbrachte er 44 Tage ohne Nahrung in einem Glaskasten gegenüber der Tower Bridge in London und lockte damit eine Viertelmillion Schaulustige an. Nach eigenen Worten geht es ihm darum, «im Leiden Schönheit zu finden». (sda)

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