Aktualisiert 28.03.2014 10:00

Fall Mirco G.

Wasserschacht ist wieder verschlossen

Der Schacht bei Wetzikon ZH, in dem Mirco G. drei Tage lang verletzt gelegen hat, ist wieder mit einem Schloss gesichert. Dieses war durchgerostet, was den Zugang erst ermöglichte.

von
rom

Mit inneren Verletzungen, ohne Essen und Trinken, musste Mirco G. vom vergangenen Samstag bis Dienstag in einem Wasserschacht in einem Waldstück bei Wetzikon ausharren. Der 18-Jährige hatte sich in den offenen Schacht abgeseilt und war beim Hochziehen ausgerutscht und danach auf dem Boden liegen geblieben. Nun bot die Firma Hiag als Besitzerin des Waldstücks Handwerker auf. «Die beiden offenen Schächte wurden mit neuen Gewinden versehen, zugeschraubt und mit neuen Schlössern gesichert», sagte Hiag-Sprecher Frank Butz dem «Zürcher Oberländer».

Die Schächte waren zwar gesichert, doch die Schlösser und Schrauben über die Jahre durchgerostet. Das stillgelegte Reservoir ist nicht das einzige seiner Art im Zürcher Oberland. Bloss fehlt eine Übersicht. Das Problem ist etwa dem Hinwiler Brunnenmeister Beat Rüegg bekannt: «Oft sterben die Mitglieder einer Brunnengenossenschaft altershalber weg. Dann weiss niemand mehr Bescheid.» Allein auf dem Hinwiler Gemeindegebiet gebe es acht solche alte Reservoire, die nicht mehr genutzt werden. Der aktuelle Vorfall sei Anlass für einen Kontrollgang.

Er hinterliess den Eltern eine Notiz

Mirco G. hatte am Samstagnachmittag das Zuhause in Wetzikon mit dem Mountainbike verlassen. Seinen Eltern hinterliess er auf einem Zettel die Notiz, dass er am Abend wieder zurück sein werde. Als er nicht auftauchte, schaltete die Familie die Polizei ein. Diese informierte am Montag die Öffentlichkeit. Am Dienstagabend fand die Polizei den langjährigen Pfader und Justin-Bieber-Fan in dem Schacht. Die Rettungskräfte befreiten ihn aus der misslichen Lage und brachten ihn ins Spital. Die Verletzungen waren nicht lebensbedrohlich.

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