Aktualisiert 21.03.2006 20:57

Wasserschutz: Appenzeller bunkern 10 000 Sandsäcke

Im Ausserrhodischen ist das Sandsack-Fieber ausgebrochen: Nach Unwettern in vergangenen Jahren werden nun Tausende Sandsäcke gebunkert – auch von Privatpersonen.

«Vom grossen Interesse Privater an den Sandsäcken bin ich überrascht», sagt Detlev Eberhard von der Koordinationsstelle für Bevölkerungsschutz. Die Sandsackaktion läuft dieses Jahr zum ersten Mal. Für 3.50 Franken pro Stück kann seit Ende Februar jedermann beim Amt für Bevölkerungsschutz so viele Sandsäcke bestellen, wie er für nötig hält.

Und das wird eifrig getan: Bereits sind 6000 von insgesamt 10 000 Säcken vergeben. «Viele Feuerwehren haben aber noch nicht bestellt, die restlichen 4000 Säcke gehen auch noch weg», ist Eberhard überzeugt.

Die Sandsackaktion ist eine Folge der Unwettererfahrungen der vergangenen Jahre. Diese machte im Juli 2004 auch Jörg Meier von der Opel-Garage in Herisau: «Hochwasser flutete unsere Garage. Wir waren machtlos.» Nun hat er vorsorglich 25 Sandsäcke bestellt. «Mit den Säcken wollen wir das Gröbste verhindern», so Meier. Auch Marlies Schoch (65) vom Bergrestaurant Hundwilerhöhe hat 20 Säcke bestellt: «In den 70ern hatten wir Wasser im Keller, die Sandsäcke sollen das nun verhindern.»

(bru)

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