Aktualisiert 29.09.2009 11:42

Zürcher Seebecken

Wassersportzentrum Tiefenbrunnen ist machbar

Eine Hafenanlage mit Wassersportzentrum beim Tiefenbrunnen in Riesbach ist machbar. Zu diesem Schluss kommen Stadt und Kanton Zürich nach Abschluss der Testplanung. Zahlreiche Bootsplätze, die heute das Zürcher Seebecken verstellen, sollen dort konzentriert werden.

Um die Machbarkeit einer neuen Hafenanlage abzuklären, haben drei Planungsteams aus Architektur, Landschaftsarchitektur und Verkehrsplanung im Auftrag von Stadt und Kanton Zürich Vorschläge entwickelt. Die Entwürfe verdeutlichten, dass eine neue Anlage beim heutigen Hafen möglich sei, teilte das Hochbauamt der Stadt Zürich am Dienstag mit.

Mit der Testplanung seien auch Themenfelder aufgezeigt worden, die in einer nächsten Phase vertieft bearbeitet werden müssten. Dies betreffe insbesondere mögliche Synergien mit bestehenden Nutzungen, die Etappierbarkeit, die Randbedingungen für Verkehr und Parkierung sowie mögliche Finanzierungs- und Trägerschaftsmodelle.

Die offenen Fragen werden in einem Masterplan präzisiert, wie es in der Mitteilung heisst. Dieser werde der Behördendelegation von Regierungrat und Stadtrat im Verlaufe des nächsten Jahres vorgelegt. Zuvor wollen Stadt und Kanton die Ergebnisse der Testplanung mit den Quartierbewohnern diskutieren.

Nutzungskonflikte verringern

Gemäss dem gemeinsam von Stadt und Kanton erarbeiteten Leitbild soll der Uferraum rund um den untersten Teil des Zürichsees - von Wollishofen via Bürkliplatz und Bellevue bis Tiefenbrunnen - als attraktives und wertvolles Erholungs- und Freizeitgebiet erhalten und aufgewertet werden.

Die Strategie für die nächsten 20 Jahre sieht vor, die Nutzungen im untersten Seebecken behutsam zu entflechten, Wassersportaktivitäten im Raum Tiefenbrunnen zu konzentrieren und das Gebiet vermehrt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Mit einer Konzentration eines Teils der Bojenplätze vom unteren Seebecken in eine neue Hafenanlage beim Tiefenbrunnen sollen bestehende Nutzungskonflikte minimiert und das Seebecken entlastet werden, wie das Hochbauamt schreibt.

(sda)

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