Aktualisiert 05.08.2008 14:30

KoreaWasserwerfer zum Auftakt von Bushs Asienreise

Mehrere tausend Menschen haben gegen den Besuch von US-Präsident George W. Bush in Südkorea protestiert. Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen die Menge ein, als diese versuchte, auf eine Hauptstrasse ins Stadtzentrum zu gelangen.

Bush will am Freitag an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele teilnehmen und besucht vorher Südkorea und Thailand. An der Demonstration nahmen nach Polizeiangaben rund 20 000 Menschen teil. Ihr Protest richtete sich unter anderem gegen die Einfuhr von Fleisch aus den USA. Die Regierung von Präsident Lee Myung Bak hat das Verbot der Fleischimporte aufgehoben, das Ende 2003 nach dem Auftreten eines ersten BSE-Falls in den USA verhängt worden war. «Ich habe keine antiamerikanischen Gefühle», sagte einer der Demonstranten, der 36-jährige Geschäftsmann Uhm Ki Woong. «Ich bin nur gegen Bush und gegen Lee Myung Bak.»

Nach Polizeiangaben wurden 24 Personen festgenommen. Zwölf von ihnen protestierten auf dem Militärflugplatz bei Seoul, wo Bush an Bord der Präsidenten-Maschine, der Air Force One, eintraf. Vor dem Rathaus von Seoul kamen am Dienstag aber auch rund 30 000 Menschen zu einem christlichen Gottesdienst zusammen, um Bush willkommen zu heissen. Die Polizei sicherte den Besuch mit 18 300 Einsatzkräften.

Am Mittwoch will Bush mit Lee zusammentreffen und dann nach Thailand weiterfliegen. In Bangkok soll der 175. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Thailand und den USA gefeiert werden.

Die Eröffnung der Olympischen Sommerspiele wird für Bush dann am Freitag zum Familienausflug: Mit dabei sind seine Frau Laura und seine Tochter Barbara sowie sein Vater, Expräsident George Bush. (dapd)

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