Aktualisiert 31.10.2011 15:34

Faszinierende Flutbilder«Waterworld» Thailand

Wüssten wir nicht, dass die Überschwemmungen in Thailand eine Katastrophe sind, könnten einige Bilder den Eindruck vermitteln, die Flut sei eine angenehme Angelegenheit.

Neue Rekordpegel haben die Lage in der vom Hochwasser geplagten Stadt Bangkok weiter verschärft. Der Fluss Chao Phraya trat am 28. Oktober an mehreren Stellen über die mit zusätzlichen Deichen befestigten Ufer. Zeitweise war auch der einstige Königspalast überflutet. Touristen durften aber weiter hinein, die Streitkräfte pumpten das Wasser ab. Für den Folgetag erwarten die Behörden zudem einen erhöhten Wasserstand im Golf von Thailand, dadurch könnte sich der Abfluss der Fluten verlangsamen.

Die bisherigen Dämme zum Schutz der Innenstadt sind etwa 2,50 Meter hoch, für Samstag ist allerdings ein Pegel von bis zu 2,60 Meter vorhergesagt. «Auch wenn das Wasser bisher nicht die 2,50 Meter erreicht hat, ist es schon genug, um das Leid derjenigen zu verlängern, die ausserhalb der Deiche leben, und diejenigen zu bedrohen, die dahinter wohnen», sagte der Bangkoker Gouverneur Sukumbhand Paribatra.

Bisher ist vor allem der Norden der Stadt betroffen, wo sieben Bezirke bereits seit Tagen unter Wasser stehen. Tausende Menschen fügten sich dort am Donnerstag einer neuen Evakuierungsaufforderung der Regierung. Am Freitag wurden auch aus dem Südosten neue Überschwemmungen gemeldet, nachdem ein Kanal über die Ufer trat. Von dem heftigsten Hochwasser in Thailand seit einem halben Jahrhundert ist insgesamt etwa ein Drittel des Landes betroffen. Etwa 400 Menschen kamen bisher in den Fluten ums Leben. Der wirtschaftliche Schaden wird auf mehrere Milliarden Dollar geschätzt.

(dapd)

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