US Open: Wawrinka behält Nerven trotz Fehlerorgie
Aktualisiert

US OpenWawrinka behält Nerven trotz Fehlerorgie

Der Lausanner muss in der 2. US-Open-Runde beissen. Dank eines 7:6, 7:6, 7:6 gegen Hyeon Chung (ATP 69) kommt er schliesslich zu seinem 100. Sieg auf Grand-Slam-Stufe.

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Harziger Sieg: Stan Wawrinka braucht über drei Stunden, bis er das südkoreanische Nachwuchstalent Hyeon Chung 7:6, 7:6, 7:6 niedergerungen hat.

Harziger Sieg: Stan Wawrinka braucht über drei Stunden, bis er das südkoreanische Nachwuchstalent Hyeon Chung 7:6, 7:6, 7:6 niedergerungen hat.

AFP/Jewel Samad
Chung lässt wiederholt sein Talent aufblitzen, in den entscheidenden Momenten in den Tiebreaks macht er aber zu viele Fehler.

Chung lässt wiederholt sein Talent aufblitzen, in den entscheidenden Momenten in den Tiebreaks macht er aber zu viele Fehler.

Keystone/Andrew Gombert
In der nächsten Runde trifft Wawrinka auf den Belgier Ruben Bemelmans.

In der nächsten Runde trifft Wawrinka auf den Belgier Ruben Bemelmans.

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Nach gut drei Stunden verwertete Wawrinka seinen zweiten Matchball, nachdem ein Rückhand-Volley des südkoreanischen Teenagers im Aus gelandet war. Der Schweizer hatte einen ersten Matchball beim Stand von 6:5 im dritten Durchgang mit einem von 66 unerzwungenen Fehlern vergeben.

Wawrinka zeigte sich gegenüber seiner Partie in der 1. Runde gegen den Spanier Albert Ramos-Viñolas verbessert, brachte sich aber selber immer wieder und teilweise ohne Not in Schwierigkeiten. Nachdem er einen Blitzstart hingelegt hatte und nach acht Minuten und fünf Assen 3:0 geführt hatte, kassierte er nach einer kurzen Fehlerorgie und einer vergebenen 40:0-Führung das Rebreak zum 2:3. In den zweiten Satz startete er nach einem Aufschlagverlust gleich mit einem Handicap.

Nun gegen Nummer 107

Immerhin in den Tiebreaks vermochte Wawrinka vor den Augen von Donna Vekic, die in seiner Box Platz genommen hatte, zu überzeugen. In der ersten Kurzentscheidung schaffte er gleich bei erster Gelegenheit das Minibreak und gewann die letzten vier Punkte, in der zweiten verschaffte er sich mit dem ersten Ballwechsel nach einer fulminanten Vorhand auf die Linie den entscheidenden Vorteil. Im dritten Tiebreak wehrte er bei 5:6 einen Satzball seines Widersachers souverän ab.

Für Wawrinka, der 26 Asse und 62 Winner schlug, war der Erfolg gegen den Junioren-Finalisten von Wimbledon 2013 der 100. an einem Grand-Slam-Turnier. In seiner nächsten Partie trifft der French-Open-Sieger, der im letzten Jahr in Flushing Meadows die Viertelfinals erreicht hat, auf Ruben Bemelmans (Be/ATP 107), gegen den er noch nie gespielt hat. Der 27-Jährige aus Genk profitierte bei seinem Sieg gegen Jack Sock (USA) von der Aufgabe des Amerikaners im vierten Satz.

(si)

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