Schlechter Tag: Wawrinka fliegt in Gstaad raus
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Schlechter TagWawrinka fliegt in Gstaad raus

Das hatte Stanislas Wawrinka sich anders vorgestellt. Der Schweizer verliert seine erste Partie in Gstaad gegen den Franzosen Paul-Henri Mathieu in zwei Sätzen.

Stanislas Wawrinka ist am Crédit Agricole Suisse Open in Gstaad wieder früh gescheitert. Der Romand unterlag Paul-Henri Mathieu in 2:04 Stunden 6:7 (3:7), 6:7 (8:10).

Ein schwacher Start und zwei schwache Tiebreaks brachten Stanislas Wawrinka um alle Chancen. Im ersten Satz geriet der Schweizer mit 0:3, 1:4 und 3:5 in Rückstand, ehe er zwei Satzbälle abwehrte und sich noch ins Tiebreak rettete. In diesem besass er aber absolut keine Chance (3:7). Im zweiten Durchgang brachten beide Spieler bis zum Tiebreak ihre Aufschlagspiele durch, wobei sich Wawrinka beim Stand von 3:2 und 40:0 drei Breakmöglichkeiten boten. Wawrinka nützte diese Chancen aber ebensowenig wie später im zweiten Tiebreak drei Satzbälle (6:4 und 7:6). Paul-Henri Mathieu nützte nach 124 Minuten seinen zweiten Matchball.

Paul-Henri Mathieu belegt in der Weltrangliste nach einer langen Knieverletzung nur noch den 172. Platz. Frühe Niederlagen von Stanislas Wawrinka gegen schlechter klassierte Gegner haben in Gstaad aber mittlerweile Tradition. Seine Bezwinger im Berner Oberland hiessen unter anderem Lisnard (ATP 99); Ramirez-Hidalgo (ATP 101), Pavel (ATP 79), Arguello (ATP 97), Hanescu (ATP 80), Bellucci (ATP 119) und Granollers (ATP 45).

Henri Laaksonen gewinnt nur vier Games

Nach der Niederlage Wawrinkas sind alle Schweizer in Gstaad ausgeschieden. Erst scheiterte Sandro Ehrat und kurz vor Wawrinka blieb auch Henri Laaksonen chancenlos.

Der 20-jährige Finnland-Schweizer unterlag im letzten Erstrundenspiel des Turniers dem als Nummer 7 gesetzten Kolumbier Santiago Giraldo mit 2:6, 2:6. Giraldo hatte am Montag noch den Final des Challenger-Turniers von Bogotá bestritten (und gegen Alejandro Falla verloren) und war erst wenige Stunden vor dem Spiel im Berner Oberland eingetroffen.

Henri Laaksonen vermochte aus der suboptimalen Vorbereitung seines Gegners nicht zu profitieren. Laaksonen gewann zwar das erste Game und ging danach bei Aufschlag Giraldos noch 40:0 in Führung, danach konterte aber der Kolumbier mit elf gewonnenen Punkten in Serie, in der Folge gab er das Steuer nicht mehr aus der Hand. Laaksonen bestritt sein erstes ATP-Turnier.

Gstaad. Crédit Agricole Suisse Open (358'425 Euro/Sand). Einzel. 1. Runde:

Santiago Giraldo (Kol/7) s. Henri Laaksonen (Sz) 6:2, 6:2. - Achtelfinals:

Paul-Henri Mathieu (Fr) s. Stanislas Wawrinka (Sz/3) 7:6 (7:3), 7:6 (10:8).

Thomaz Bellucci (Br) s. Michail Juschni (Russ/4) 4:6, 6:2, 6:4.

Feliciano Lopez (Sp/5) s. Jan Hajek (Tsch) 6:7 (3:7), 6:1, 6:4.

Ernests Gulbis (Lett) s. Benoit Paire (Fr) 5:7, 7:6 (7:3), 6:4. - Viertelfinal-Tableau:

Tipsarevic (1)/Fischer - Hernych/Giraldo (7),

Mathieu - Gulbis;

Lopez (5) - Bellucci,

Dimitrov/Brown - Kubot/Granollers (2). (si)

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