Aktualisiert 21.04.2014 18:40

Freundschaftsdienst

Wawrinka ist dank Federer auf Erfolgskurs

Im Davis Cup lief es Stanislas Wawrinka suboptimal. Roger Federer zeigte eine starke Leistung und baute damit seinen Freund wieder auf. Das bekam Federer in Monte Carlo zu spüren.

von
Adrian Hunziker

Zu Beginn des Tennisjahres reihte Stanislas Wawrinka Sieg an Sieg. Mit den Turniertriumphen im indischen Chennai und am Australian Open sowie zu Beginn in Indian Wells gewann der Romand 13 Partien am Stück. Doch dann stockte TGV-Stan. Der Schnellzug schied in Indian Wells und in Miami frühzeitig aus. Da kam der Davis-Cup-Viertelfinal in Genf gegen Kasachstan gerade recht – sollte man meinen. Stan the Man fand aber auch da seinen Rhythmus vorerst nicht und musste im ersten Einzel und im Doppel an der Seite von Roger Federer Niederlagen einstecken.

Wawrinka wäre aber kein Klassespieler, wenn er nicht aus seinem Tief gefunden hätte. Denn er gewann sein zweites Davis-Cup-Einzel und die Schweiz das Duell gegen Kasachstan. Eine grosse Stütze bei Stans Wiederauferstehung war sicherlich auch sein Freund und Doppelpartner. Federer blieb auch während der schlechten Zeiten im Davis Cup ruhig, zog sein Spiel durch und gewann seine beiden Einzel souverän. Und auch nach dem Doppel steckte der Maestro den Kopf nicht in den Sand. Der Baselbieter blieb optimistisch und richtete Wawrinka mit seiner positiven Einstellung wieder auf und machte ihn stark.

Stan fegte seine Gegner weg

Mit der Überzeugung im Sack, den Davis Cup dieses Jahr gewinnen zu können und wieder in guter Form zu sein, reiste Wawrinka ans 1000er-Turnier von Monte Carlo. Und was der Romand in der Woche im Fürstentum Monaco zeigte, war schlicht und einfach Weltklasse. Der 29-Jährige überzeugte in jeder Runde und fegte seine Gegner regelrecht vom Platz. Im Final stockte der Motor kurzzeitig, nachdem Federer den ersten Satz gewonnen hatte. Doch Stan the Marathon-Man wurde seinem Namen gerecht, kämpfte sich zurück und holte sich ehr- und redlich den Sieg. Und das auch dank der Hilfe seines Freundes.

So war es kein Wunder, dass sich der Turniergewinner bei der Pokalübergabe gebührend bei seinem Landsmann bedankte. «Vielen Dank für alles, was du für den Tennissport tust. Ich hoffe, wir haben weiter ein gutes Tennis-Jahr in der Schweiz», sagte Wawrinka. Und auch Federer war sichtlich glücklich, dass der Romand wieder zu seinen Stärken zurückgefunden hatte: «Stan, was für eine Woche, was für ein Turnier und hoffentlich geht es so weiter.» Das hoffen die Schweizer Fans auch. Denn dann wird der Davis-Cup-Halbfinal, der im September erneut in der Palexpo-Halle in Genf durchgeführt wird, zu einem Schaulaufen und einem Freudenfest.

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