Neuer Versuch: Wawrinka wird in der Heimat nicht richtig warm
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Neuer VersuchWawrinka wird in der Heimat nicht richtig warm

2012 und 2013 out in der ersten Runde: Basel war für Stan Wawrinka zuletzt ein schlechtes Pflaster. Auch für 2014 stehen die Vorzeichen nicht sonderlich gut.

von
hua

Stan Wawrinka greift heute Dienstag ins Geschehen in Basel ein. Er trifft in der ersten Runde auf Michail Kukuschkin (ab 18 Uhr im Liveticker). Der Romand hat nicht die besten Erinnerungen an die Weltnummer 75 aus Kasachstan. Im Davis-Cup-Viertelfinal in Genf im April musste Wawrinka hart kämpfen, konnte ihn aber bezwingen und der Schweiz einen Punkt sichern. Der Halbfinal-Einzug wurde Tatsache, die Halle tobte. Nun will der 29-Jährige auch in Basel für ähnlich gute Stimmung unter den Zuschauern sorgen. Denn Wawrinkas Bilanz in der Schweiz ist bisher durchzogen.

In Basel hat der Lausanner zwar zweimal einen Halbfinal erreicht, aber beide verloren. 2011 war Lokalmatador Roger Federer zu stark, 2006 der Chilene Fernando Gonzalez. In den letzten beiden Jahren lief es «Stan the Man» gar noch schlechter - er schied bereits in der Startrunde aus, einmal gegen den Franzosen Edouard Roger-Vasselin (2013) und im Jahr davor gegen den Russen Nikolai Dawidenko.

Immerhin eine Finalteilnahme

Und auch am zweiten ATP-Anlass in der Heimat konnte Wawrinka noch keinen Turniersieg feiern, auch wenn er einmal knapp scheiterte. 2005 verlor die aktuelle Weltnummer vier in Gstaad den Final gegen den Argentinier Gaston Gaudio. Drei Jahre später erreichte Wawrinka den Halbfinal und scheiterte am Rumänen Victor Hanescu. Im Sommer 2013 verlor der Lausanner bei seinem letzten Auftritt im Viertelfinal gegen den Spanier Feliciano Lopez.

Doch der aktuelle Australian-Open-Sieger hat in der Schweiz auch schon Turniere gewonnen - aber nur auf der Challenger-Tour. So fuhr Wawrinka 2009 und 2010 Turniersiege in Lugano auf Sand ein. Er bezwang dabei im Final beide Male den Italiener Potito Starace. Und zweimal reüssierte Wawrinka in Genf, ebenfalls auf Sand: 2004 gegen den Belgier Christophe Rochus, der aufgeben musste, und 2003 gegen den Spanier Emilio Benfele Alvarez. Beim Sieg in Lugano gab es für Sieger Wawrinka immerhin ein Preisgeld von rund 15'000 Franken. Im Vergleich: bei der Erstrundenniederlage im letzten Jahr in Basel gegen Roger-Vasselin bekam er 12'000 Franken.

Wawrinka ist nicht in Hochform

Derzeit ist aber nur schwer vorstellbar, dass Wawrinka in Basel grosse Stricke zerreissen kann. Der Lausanner befindet sich in einem Formtief. An den letzten beiden Turnieren in Schanghai und Tokio scheiterte er bereits in der Auftaktrunde. Doch nun folgen mit Basel, den World Tour Finals in London und dem Davis-Cup-Final noch grosse Events. Es bleibt zu hoffen, dass Wawrinka zu seiner Power-Form von Anfang Jahr zurückfindet, als er sich in eindrücklicher Manier den ersten Grand-Slam-Titel in Down Under sicherte.

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