Swiss Indoors: Wawrinkas Kopf ist stärker als der Basel-Fluch
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Swiss IndoorsWawrinkas Kopf ist stärker als der Basel-Fluch

Erstmals seit fünf Jahren übersteht der Lausanner an den Swiss Indoors die 1. Runde. Kämpferqualitäten sei Dank.

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kai

Lieferten sich in Basel einen harten Kampf: Wawrinka und Chiudinelli. Video: Tamedia/SRF

Er kann es also doch noch: in Basel gewinnen. Mit seinem erdauerten 6:7, 6:1, 6:4-Erfolg über Landsmann Marco Chiudinelli gelang es Stan Wawrinka, seine schwarze Serie an den Swiss Indoors zu beenden, die seit dem Halbfinalvorstoss 2011 vier Erstrunden-Niederlagen umfasste. «Natürlich bin ich erleichtert», sagte der Romand nach dem zweieinhalbstündigen Match, «aber nicht unbedingt wegen der Resultate der letzten Jahre, die mir logischerweise Kritik einbrachten. Vielmehr ist es für mich wichtig, zu sehen, dass ich weiterkämpfe, wenn es hier schon wieder nicht läuft, wenn ich mich auf dem Platz nicht wohlfühle.»

Und der 31-Jährige hatte sich am Dienstagabend in der St.-Jakobshalle nicht wohlgefühlt. Gegen den zähen Landsmann waren ihm zahlreiche leichte Fehler unterlaufen. «Wenn du auf einer so schnellen Unterlage nicht genau weisst, wie du spielen willst und zögerst, kannst du leicht ins Straucheln geraten», sagte Wawrinka. Er habe jedoch versucht, eine Lösung zu finden, was ihm schliesslich gelungen sei. Sein Fazit: «Ich habe die erste Runde überstanden, nun kann ich mich hoffentlich steigern.» Im Achtelfinal am Donnerstag wartet der US-Qualifikant Donald Young.

Chiudinellis Enttäuschung

Viel hatte allerdings nicht gefehlt und Wawrinka hätte seine unrühmliche Serie fortgesetzt. Bei 3:4 im Entscheidungssatz sah er sich zwei Breakbällen gegenüber, die er jedoch zunichte machte, ehe ihm der entscheidende Servicedurchbruch gelang. «Marco spielte sehr gut, wie ich es erwartet hatte, und ich spielte nicht gut. Das machte es schwierig für mich», sagte Wawrinka.

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Sonntag, 30. OktoberMarin Cilic gewinnt die Swiss Indoors in Basel.

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Keystone/Georgios Kefalas
Der Kroate bezwingt den Japaner Kei Nishikori im Final 6:1, 7:6.

Der Kroate bezwingt den Japaner Kei Nishikori im Final 6:1, 7:6.

AFP/Fabrice Coffrini
Samstag, 29. OktoberMarin Cilic spielt in Basel um den Titel. Der Kroate zieht dank dem 4:6, 7:5, 6:3-Sieg gegen Mischa Zverev in den Final ein.

Samstag, 29. OktoberMarin Cilic spielt in Basel um den Titel. Der Kroate zieht dank dem 4:6, 7:5, 6:3-Sieg gegen Mischa Zverev in den Final ein.

AFP/Fabrice Coffrini

Der unterlegene Chiudinelli durfte mit seiner Leistung zufrieden sein, Zählbares schaute trotzdem nicht heraus. Dementsprechend beschrieb der 35-Jährige seine Gemütslage: «Ich bin enttäuscht. Wenn man solche Chancen hat und doch verliert, ist das bedauerlich.» Er habe über weite Strecken einen guten Match gezeigt und im ersten Satz stark serviert, danach sei seine Quote beim ersten Aufschlag aber zusammengebrochen. «Das hat mir das Genick gebrochen.»

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