Aktualisiert 21.02.2011 10:55

Heritage ClassicWeber & Co. unter freiem Himmel torlos

Die Montreal Canadiens mit dem Berner Verteidiger Yannick Weber blieben in der Nacht auf Montag in Calgary ohne Tore. Sie verloren im Rahmen der «Heritage Classic» 0:4.

Es war das zweite NHL-Spiel in der laufenden Regular Season, das unter freiem Himmel ausgetragen wurde. Vor über 41 000 Zuschauern im McMahon Stadium, einer Football-Arena auf dem Campus der Universität Calgary, avancierte Calgarys Goalie Miikka Kiprusoff mit seinem vierten Shutout der Saison zum Matchwinner. Der 34-jährige Finne stoppte alle 39 Torschüsse der «Habs».

Nach der 1:0-Führung zur ersten Drittelspause erhöhten Anton Babtschuk mittels Shorthander und Rene Bourque mit seinem zweiten Treffer des Tages im Mittelabschnitt auf 3:0. Für den Schlusspunkt bei minus 11 Grad war Alex Tanguay in der 51. Minute besorgt.

Die Calgary Flames sind erst das zweite Heimteam, das eines der sechs Outdoor-Partien in der NHL für sich entschied. Montreals Negativtrend hält derweil an. Die Canadiens, bei denen Yannick Weber während knapp 18 Minuten zum Einsatz kam (Minus-1-Bilanz), verliessen zum sechsten Mal in den vergangenen sieben Spielen das Eis als Verlierer.

In der Eastern Conference beträgt ihr Vorsprung auf Platz 9 (Buffalo Sabres), der nicht mehr zur Playoff-Qualifikation berechtigen würde, bei zwei ausgetragenen Partien mehr allerdings immer noch neun Punkte.

NHL-Resultate von der Nacht auf Montag

Calgary Flames - Montreal Canadiens (mit Weber) 4:0.

Chicago Blackhawks - Pittsburgh Penguins 3:2 n.P.

New York Rangers - Philadelphia Flyers 2:4.

Buffalo Sabres - Washington Capitals 1:2.

Minnesota Wild - Detroit Red Wings 1:2 n.P.

Die Highlights der Heritage Classic

(Video: nhl.com) (si)

Heritage Classic vs. Winter Classic

Seit 2008 findet jeweils am Neujahrstag mit der Winter Classic in der NHL ein Freiluftspektakel statt, das trotz erst viermaliger Ausführung bereits Traditions-Charakter hat. Sämtliche beteiligten Teams sowie Austragungsorte waren bisher amerikanisch. Doch die Idee für den Anlass stammt aus Kanada: 2003 ging in Edmonton die erste Heritage Classic über die Bühne. Damals spielten mit den lokal ansässigen Oilers und Montreal erstmals zwei NHL-Teams unter freiem Himmel gegeneinander. Inspiriert wurde man damals von einem Universitätsspiel zwischen zwei Teams aus Michigan, die mit ihrem Freiluftspiel 2001 zwischenzeitlich einen Zuschauer-Weltrekord aufgestellt hatten.

Die Heritage Classic 2011 zwischen Calgary und Montreal war eine Art «Versöhnungsaktion». Dies, weil sich die kanadischen Fans und Medien daran störten, dass bei den bisherigen Winter Classics nur amerikanische Teams zum Zug gekommen sind. Die Liga-Bosse haben den Vorwurf zwar als «absurd» abgetan, aber dennoch zugegeben, dass die beiden Spiele «für verschiedene Märkte» gedacht seien. (mon)

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