Webmedien: FIFA hebt Beschränkungen für WM-Fotos auf

Aktualisiert

Webmedien: FIFA hebt Beschränkungen für WM-Fotos auf

Der Weltfussballverband FIFA hebt alle Beschränkungen für die digitale Veröffentlichung von Fotos der Fussball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland auf.

Eine entsprechende Einigung gaben die FIFA und der Weltverband der Zeitungen (WAN) am Montag bekannt. Die FIFA hatte zunächst die Anzahl der Fotos beschränkt, die im Internet publiziert werden dürfen, und für deren Veröffentlichung eine Sperrfrist von zwei Stunden ab Spielende verhängt.

Nach einer über Wochen kontroversen Auseinandersetzung erzielten FIFA-Präsident Joseph Blatter und WAN-Chef Timothy Balding bei einem privaten Treffen eine Einigung, wie es in der gemeinsamen Erklärung hiess. Neben den Zeitungen vertrat der WAN auch eine Gruppe bedeutender Nachrichtenagenturen mit Agence France-Presse (AFP), Associated Press (AP), Reuters, Getty Images, DPA und EPA.

«Wir haben erkannt, dass die Veröffentlichung von Bildern und Texten im Sinne einer transparenten Informationspolitik, die der Pressefreiheit entspricht, gleich zu behandeln ist», sagte Blatter. Er sei froh, dass die FIFA ihre anfängliche Position überdenken und den begründeten Anliegen des WAN letztlich Rechnung tragen habe können. Um weitere Missverständnisse zu vermeiden, habe er den WAN gebeten, einen Vertreter in die FIFA-Medienkommission zu entsenden.

Balding erklärte: «Der WAN und die Weltpresse begrüssen diese weise und weitsichtige Entscheidung von Joseph S. Blatter, die weltweit Dutzenden Millionen von Online-Zeitungslesern zugute kommen wird.» Der WAM wisse, dass dies für die FIFA keine einfache Entscheidung war, weshalb die Einigung umso erfreulicher ist. «Indem die FIFA die Beschränkung der Anzahl Bilder, die ins Internet gestellt werden dürfen, aufhebt und deren freie Veröffentlichung während der WM-Spiele zulässt, wahrt sie die traditionellen Werte der Pressefreiheit und den ungehinderten Informationsfluss zu den Medien und ihren Nutzern.» (dapd)

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