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WegzugWEF flüchtet wegen Corona nach Singapur

2021 findet das Weltwirtschaftsforum in Singapur statt, das haben die Organisatoren am Montag entschieden. So will das grosse Wirtschaftstreffen dem «Corona-Hotspot Schweiz» entkommen.

von
Barbara Scherer
Dominic Benz
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Das WEF findet 2021 in Singapur statt.

Das WEF findet 2021 in Singapur statt.

imago images/Olaf Schuelke
Das WEF findet normalerweise in der letzten Januarwoche in Davos statt.

Das WEF findet normalerweise in der letzten Januarwoche in Davos statt.

REUTERS
Wegen Corona wurde das Austragungsdatum neu auf Mai 2021 gelegt.

Wegen Corona wurde das Austragungsdatum neu auf Mai 2021 gelegt.

imago/Xinhua

Jetzt steht es fest: Das Weltwirtschaftsforum (WEF) findet nächstes Jahr in Singapur statt. Das haben die Organisatoren am Montag so beschlossen.

Das WEF findet normalerweise in der letzten Januarwoche in Davos statt. Noch im Sommer wollten die Organisatoren an diesem Plan festhalten und die Veranstaltung lediglich verkleinern auf 500 Teilnehmer. Anfang Oktober wurde bekannt, dass das WEF im Mai auf dem Bürgenstock und in Luzern stattfinden soll.

Eine abermalige Verschiebung in den Herbst kam nicht infrage. Denn dann wäre der zeitliche Abstand zum WEF 2022 zu kurz. Weil die Ansteckungszahlen in der Schweiz sowie ganz Europa zu hoch sind, haben die WEF-Organisatoren Singapur ins Auge gefasst.

500 statt 3000 Gäste

In der 50-jährigen WEF-Geschichte fand das Elite-Treffen erst einmal ausserhalb der Schweiz statt. Die Veranstaltung war wegen der Terroranschläge vom 11. September 2001 und angekündigter Demonstrationen von Globalisierungsgegnern 2002 von Davos nach New York verlegt worden. Laut WEF-Gründer Klaus Schwab sollen an dem Treffen statt wie bisher gegen 3000 nur 500 bis 1200 Gäste teilnehmen. Eine Einladung erhalten soll auch der neugewählte US-Präsident Joe Biden. Dieser war bisher zweimal als Vizepräsident in Davos aufgetreten. Auch als Abgeordneter des Senats besuchte er mehrmals den Anlass.

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193 Kommentare
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Ron Air

07.12.2020, 19:48

die Davoser, welche zu völlig überrissenen Preisen ihre Immobilien angeboten haben, sollten nun auch Schadenersatz erhalten! 😉

André

07.12.2020, 19:45

Soviel zum Thema Loyalität! Die Schweiz bzw. Die Steuerzahler investieren über Jahre x Millionen und kaum wird es etwas heikler, sind die feinen Damen und Herren weg! Es ist nur zu hoffen, dass unsere Politiker nicht wieder gleich einknicken, wenn sie dann wieder anklopfen!

Flori

07.12.2020, 19:42

Arroganz pur der Organisation, die öffentliche Hand und die Schweiz haben jahrelang Millionen ins WEF gebuttert, interessiert niemand. Eine moralische Katastrophe.