St. Gallen: WEF-Gegner hatten die HSG im Visier
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St. GallenWEF-Gegner hatten die HSG im Visier

Anti-Wef-Aktivisten haben einen bombenähnlichen Gegenstand an eine Fassade der Helvetia-Versicherung geklebt. Ihr Ziel war eigentlich die benachbarte Uni St. Gallen.

von
job

Schon wieder Bombenalarm in St. Gallen: Die Polizei hat heute Morgen in einem Nebengebäude der Helvetia-Versicherungen nahe der Uni St. Gallen einen bombenähnlichen Gegenstand entdeckt. 15 Polizisten rückten aus, sperrten Strassen und evakuierten einen Teil des Gebäudes. Polizeisprecher Hans-Peter Eugster gibt bereits Entwarnung: «Der Gegenstand wurde unschädlich gemacht». Ob es sich um einen scharfen Sprengsatz handelt, will Krüsi nicht sagen.

Der Gegenstand hatte die Form einer Kartonröhre und war mit gelbem Klebband an der Scheibe vor einem Büro befestigt. Zudem war er verkabelt. Wie 20 Minuten Online weiss, fiel dem Büroinsassen der Gegenstand erst auf, nachdem ihn der Hauspöstler darauf aufmerksam gemacht hatte. Die Sprengstoffexperten haben das Kabel durchtrennt und untersuchen nun den Inhalt des Gegenstands.

Im falschen Gebäude platziert

Im Gegensatz zu anderen Bombendrohungen scheint die Täterschaft in diesem Fall klar zu sein: Es dürfte sich um linksradikale Anti-WEF-Gegner handeln. Ein Bekennerschreiben liegt 20 Minuten Online vor. «Pünktlich zur Eröffnung des Weltwirtschaftsforums in Davos haben wir mit einer Rackete die Kaderschmiede des Kapitals (HSG) in St. Gallen angegriffen», heisst es im Schreiben.

Anscheinend haben die Täter einen Fehler gemacht: Anstatt im Gebäude der Helvetia-Versicherung wollten sie den Gegenstand in der Uni St. Gallen platzieren - und haben das Gebäude verwechselt.

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