Wef-Gegner wollen keine Demo «hinter Gittern»
Aktualisiert

Wef-Gegner wollen keine Demo «hinter Gittern»

Die Wef-Gegner wollen nicht bloss auf dem Bundesplatz demonstrieren. Sie bekommen aber keine Bewilligung für ihren Umzug durch die Stadt.

«Der Gemeinderat steht vor einer Bewährungsprobe, die sein Image in den nächsten Jahren bestimmt», sagt Sicherheitsdirektorin Barbara Hayoz. Nach einer Sondersitzung (20 Minuten berichtete) hat die Stadtregierung gestern im Morgengrauen ihren Entscheid gefällt: Statt dem Anti-Wef-Demozug wird nur eine Platzkundgebung auf dem Bundesplatz bewilligt. Zudem gelten strenge Auflagen: So müssten die Veranstalter einen Ordnungsdienst von mindestens 100 Personen stellen.

Diese Bedingungen sind für Daniele Jenni vom Anti-Wef-Bündnis weder akzeptabel noch umsetzbar: «Wir müssten die Teilnehmer durch ein Polizeispalier zum umzäunten Bundesplatz schleusen, der damit zu einem grossen Käfig würde.» Die Organisatoren treffen sich am Sonntag zu einer Sitzung – an ihrem Demo-Aufruf halten sie fest.

Die Schadensbegrenzung im Fall von Gewalttätigkeiten sei nur einer von vielen Faktoren gewesen, die zu ihrer Verfügung geführt hätten, erklärt Hayoz: «Wir haben uns nicht erpressen lassen, sondern alle Möglichkeiten abgewogen.» Polizeikommandant Daniel Blumer ist gewappnet: «In Bern waren bis anhin noch nie so viele Polizisten im Einsatz, wie es an diesem 22. Januar sein werden.»

Patrick Marbach

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