Aktualisiert 25.01.2019 12:52

Jastinas Doreens Kampfansage

«Weg mit dem Krönchen, Mädels!»

Der Knatsch um Jastina Doreen Riederer erhitzt die Gemüter. Die geschasste Miss selbst meldet sich mit einer Botschaft auf Instagram zu Wort.

von
kfi

«I did it my way»: Jastina Doreen Riederer singt sich nach ihrer Freistellung den Frust vom Leib. <i>(Video: Instagram/Tamedia)</i>

Sie scheint eine schlaflose Nacht hinter sich zu haben. Weit nach Mitternacht meldete sich Jastina Doreen Riederer (20) am Freitag via Instagram zu Wort – mit einer metaphorischen Ansage: «Weg mit dem Krönchen, Mädels!», postete sie in ihrer Story. «Aufstehen. Haare zerzausen und leben.» Anschliessend setzte sich die Aargauerin an ihr Klavier und sang sich mit einem Klassiker von Frank Sinatra den Frust von der Seele: «I did it my way» trällerte sie ins Mikrofon – «ich habe es auf meine Art getan».

Die Spreitenbacherin, die im März zur Miss Schweiz 2018 gekrönt wurde, ist seit gestern ihren Job los. Und musste via Medien davon erfahren. Die Miss-Organisation stellte sie per sofort frei, weil sie Verträge nicht eingehalten habe und wochenlang nicht erreichbar gewesen sei. Sie selbst sieht das anders: Sie habe immer ihre Pflichten wahrgenommen, doch die Organisation sei ihr Geld schuldig, sagte sie zu 20 Minuten. Sie hat einen Anwalt eingeschaltet und die Betreibung eingeleitet.

Bilder ihrer kurzen Amtszeit: Jastina Doreen Riederer wurde nach zehn Monaten entthront.

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Jastina Doreen ist ab sofort nicht mehr Miss Schweiz. Auf einem aktuellen Instagram-Post schreibt sie: «Lebe deine eigene Melodie des Lebens und tanze nicht nach Noten anderer, denn diese können dich aus dem Takt bringen.» Spielt sie damit auf die turbulente Missen-Zeit an?

Jastina Doreen ist ab sofort nicht mehr Miss Schweiz. Auf einem aktuellen Instagram-Post schreibt sie: «Lebe deine eigene Melodie des Lebens und tanze nicht nach Noten anderer, denn diese können dich aus dem Takt bringen.» Spielt sie damit auf die turbulente Missen-Zeit an?

Instagram
Am 10. März 2018 wurde sie in Baden zur Miss Schweiz gekürt. «Trotz ihres Potenzials hielt sich das Interesse an der Person von Jastina Doreen Riederer nach der Wahl in Grenzen», schreibt die Miss-Schweiz-Organisation jetzt. Wann und ob eine nächste Wahl stattfindet, ist trotz ihrer Entlassung offen.

Am 10. März 2018 wurde sie in Baden zur Miss Schweiz gekürt. «Trotz ihres Potenzials hielt sich das Interesse an der Person von Jastina Doreen Riederer nach der Wahl in Grenzen», schreibt die Miss-Schweiz-Organisation jetzt. Wann und ob eine nächste Wahl stattfindet, ist trotz ihrer Entlassung offen.

Keystone/Ennio Leanza
Zuletzt war Jastina in Bangkok bei der Miss-Universe-Wahl für die Schweiz am Start. Die Miss-Organisation schreibt: «Ihr Hauptinteresse im Amtsjahr galt vor allem der Teilnahme an der Miss-Universe-Wahl, um Ihrem grossen Traum, ein Victoria's-Secret-Model zu werden, näher zu kommen.»

Zuletzt war Jastina in Bangkok bei der Miss-Universe-Wahl für die Schweiz am Start. Die Miss-Organisation schreibt: «Ihr Hauptinteresse im Amtsjahr galt vor allem der Teilnahme an der Miss-Universe-Wahl, um Ihrem grossen Traum, ein Victoria's-Secret-Model zu werden, näher zu kommen.»

Instagram

Über 700 Follower mehr

Ihr Insta-Profil hat Jastina bereits angepasst. «Miss Universe Switzerland 2018» nennt sie sich jetzt und gibt für Bookings ihre eigene Mail-Adresse an, sie nimmt alle Anfragen nun persönlich entgegen. Verändert hat sich auch die Anzahl ihrer Anhänger.

Tatsächlich hat die arbeitslose Miss Schweiz durch den öffentlichen Knatsch auch gewonnen – zumindest an Followern. Am Donnerstagnachmittag, kurz nach Bekanntgabe ihrer Freistellung, verzeichnete ihre Insta-Statistik eine steile Kurve nach oben. Innerhalb der letzten Stunden stieg ihre Community um über 3 Prozent an, mehr als 700 User sind hinzugekommen.

Das Interesse an der entthronten Schönheitskönigin ist riesig und reicht bis über die Landesgrenzen hinaus. Auch deutsche Onlineportale berichten über Jastinas Absetzung. Die Ironie: Gerade die fehlende Medienpräsenz wurde ihr immer wieder vorgeworfen.

«Sie geht unter mit Krach»

Auch zahlreiche 20-Minuten-Leser haben ihre Meinung kundgetan. Die Kommentare reichen von Verständnis für die Organisation über Entsetzen bis hin zu Solidarität mit Jastina. «Wer sich nicht an einen Vertrag hält, ist selber schuld, wenn die Kündigung kommt», schreibt ein Leser. Ein anderer: «Nach 10 Monaten gekündigt und wochenlang nicht erreichbar? Da hatten die Organisatoren wirklich viel Geduld!»

«Sie wird bis zu ihrem Tod die Miss Schweiz 2018 bleiben. Basta», findet ein weiterer Leser. Einige gratulieren ihr zur Freistellung. «Sie geht unter mit Krach. Das ist klug. Ich werde mich an Jastina erinnern.»

Die meisten wünschen sich eine grundsätzliche Absetzung des Wettbewerbs. «Nun könnte man ENDLICH diesen ganzen Mickey-Mouse-Event für immer freistellen!», schlägt jemand vor, stellvertretend für viele. «Lasst es doch einfach sein mit diesen Miss-Wahlen.» Ähnlich lautet der Tenor der 20-Minuten-Umfrage: Knapp die Hälfte ist der Meinung, dass die Schweiz 2019 keine Miss mehr braucht (Stand Freitagvormittag). Nur 3 Prozent der knapp 30'000 Votings wünschen sich weiterhin eine Schönheitskönigin.

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