Für Hobbyhandwerker: Weg mit den hässlichen Plättli
Publiziert

Für HobbyhandwerkerWeg mit den hässlichen Plättli

Die Wohnung wäre super, wenn da nur nicht die hässlichen Badezimmerplättli in Fehlfarben aus den 70ern wären. Was tun?

von
M. Steiger
1 / 6
Ein hässlicher Plättliboden kann das ganze Badezimmer abwerten - auch wenn der Rest eigentlich in gutem Zustand ist.

Ein hässlicher Plättliboden kann das ganze Badezimmer abwerten - auch wenn der Rest eigentlich in gutem Zustand ist.

Pixabay
Wer mit solchen Scheusslichkeiten leben muss, der hat es nicht leicht.

Wer mit solchen Scheusslichkeiten leben muss, der hat es nicht leicht.

Pixabay
Aber keine Sorge: Auch als Mieter können Sie etwas gegen ockerfarbene Plättli mit Blumenmuster tun.

Aber keine Sorge: Auch als Mieter können Sie etwas gegen ockerfarbene Plättli mit Blumenmuster tun.

Colourbox

Braune, ockerfarbene oder mit Blumenornamenten geschmückte Kacheln im Bad waren vor 50 Jahren der letzte Schrei. Heute sind sie einfach nur hässlich. Doch diese herauszureissen und durch moderne Fliesen zu ersetzen ist nicht nur teuer, aufwendig und mit sehr viel Dreck verbunden – für einen Mieter ist eine solche Renovation ohnehin kein Thema. Wie aber kann und darf er sein Bad verschönern? Sehen Sie dazu auch unsere Bildstrecke.

Für Anfänger

In Baucentern oder übers Internet werden spezielle Folien angeboten, die besonders gut auf Fliesen haften. Je nachdem kauft man diese am Meter und klebt sie einfach über die Fugen, oder man verwendet Folien, die bereits auf Fliesengrösse zugeschnitten sind, sodass die Fugen unbeklebt bleiben.

So gehts: Plättli und Fugen gut reinigen und allenfalls entfetten. Der Untergrund muss absolut sauber und trocken sein, damit die Folie auch wirklich hält.

Vorteil: Bei einem allfälligen Auszug kann die Folie recht einfach wieder entfernt werden.

Nachteil: Hält je nach Beanspruchung nicht allzu lange und bei Einzelfolien bleibt die alte, verfärbte Fuge sichtbar.

Für Fortgeschrittene

Eine weitere Möglichkeit ist das Überstreichen der Wandplättli mit so genanntem Fliesenlack. Diesen bekommt man in Baucentern in unterschiedlichen Farbtönen. So erhält man eine dauerhafte, feuchtigkeitsbeständige Lackierung.

So gehts: Auch hier ist es wichtig, dass der Untergrund gut vorbereitet wird – am besten, man kauft sich auch gleich das passende Reinigungsmittel zum Lack. Alles, was nicht lackiert werden soll, mit Klebband abdecken. Je nach gewähltem Produkt braucht es zuerst eine Grundierung, damit der Lack gut hält. Danach wird er mit der Rolle direkt auf die Fliesen gebracht.

Vorteil: Fliesenlack hält gut, ist wasserfest und kann recht einfach aufgetragen werden.

Nachteil: Die Fugen werden auch überstrichen, was optisch etwas unbefriedigend ist. Und: Der Lack lässt sich nicht mehr entfernen. Das kann für Mieter beim Auszug zum Problem werden, deshalb unbedingt vorher den Vermieter fragen.

Für Profis

Aufwendiger und nur für geübte Heimwerker ist das Überkleben der alten Plättli mit neuen Fliesen.

So gehts: Der Untergrund muss tragfähig, trocken, sauber und eben sein. Allenfalls müssen Armaturen etc. entfernt werden. Danach wird ein geeigneter Haftgrund aufgetragen. Diesen gibt es im Baucenter fertig zu kaufen. Darauf kommt der Fliesenkleber, der mit der Kelle aufgebracht wird. Jetzt wird die Fliese auf den Kleber gedrückt. Mittels so genannter Fugenkreuze kann der exakte Abstand zum nächsten Plättli eingehalten werden. Die Fugenkreuze müssen aber unbedingt entfernt werden, bevor der Kleber fest wird. Zum Schluss werden die Fugen abgedichtet.

Vorteil: Wenns gut gemacht ist, sieht es aus wie neu.

Nachteil: Ohne Fachkenntnis ist eine solche Arbeit zu anspruchsvoll. Und die Platten lassen sich nur durch Wegspitzen entfernen, also unbedingt vorher den Vermieter fragen.

Sie wollen lieber eine Wohnung mit neuen Plättli?

Deine Meinung