Wegen Aldi und Lidl: 10 000 Stellen weniger
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Wegen Aldi und Lidl: 10 000 Stellen weniger

Im Schweizer Detailhandel gehen in den nächsten fünf Jahren bis zu 10 000 Arbeitsplätze verloren. Diese Prognose macht Migros-Chef Anton Scherrer.

Der Grund: Die Discounter Aldi und Lidl verstärken den Produktivitätsdruck.

Je nach Zählart beschäftigt der Schweizer Detailhandel zwischen 200 000 und 300 000 Personen. Bereits letztes Jahr baute die Branche rund 2000 Stellen ab. «Das wird sich fortsetzen und mit Aldi und Lidl beschleunigen», sagte Scherrer in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» vom Donnerstag.

Wegen der neuen Konkurrenz müsse der Detailhandel produktiver werden, sagte Scherrer: «Die Personalkosten der Hard-Discounter liegen bei maximal einem Drittel der Kosten in einem durchschnittlichen Supermarkt in der Schweiz. Das sind die Fakten.»

Der grösste Schweizer Detailhändler will Aldi und Lidl die Stirn bieten und die M-Budget-Linie weiter ausbauen, wie Scherrer dem «Blick» sagte. Zudem soll die M-Budget-Linie billiger werden. Laut Scherrer ist in bestimmten Segmenten mit 10 bis 20 Prozent tieferen Preisen zu rechnen.

(sda)

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