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ChurNach Kontakt mit Barkeeper sind 80 Personen in Quarantäne

Im Kanton Graubünden sind Gäste eines Clubs sowie eines Hotels und Kinder eines Lagers in Quarantäne.

von
Jeremias Büchel
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Nach einem Barbesuch in Chur sind mehrere Dutzend Personen in Quarantäne.

Nach einem Barbesuch in Chur sind mehrere Dutzend Personen in Quarantäne.

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Das Gesundheitsamt empfiehlt dringend, …

Das Gesundheitsamt empfiehlt dringend, …

keystone-sda.ch
… sich an die Regeln und Massnahmen …

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Darum geht es

  • Im Kanton Graubünden sind die Neuinfektionen mit Covid-19 angestiegen.
  • Personen haben sich unter anderem in einer Churer Bar, einem Hotel in Pontresina und einem Lager in Zuoz angesteckt.
  • Allein aufgrund dieser drei potenziellen Ansteckungsorte befinden sich über hundert Personen in Quarantäne.

Am Mittwoch kam es in einem Churer Club zum Kontakt zwischen einem Covid-positiven Bar-Mitarbeiter und Gästen, worauf in der Folge rund 120 Kontaktpersonen eruiert wurden. «Davon befinden sich aktuell rund 80 Personen in Quarantäne und werden durch die Contact-Tracer betreut», teilte der Mediendienst der Standeskanzlei Graubünden am Freitagabend mit. Das Contact-Tracing war laut Kantonsärztin Marina Jamnicki aufwendig. «Es hat sich gezeigt, dass die digital erfassten Kontaktdaten korrekt waren, die manuell erfassten jedoch fehleranfällig», sagt am Samstag Jamnicki auf Anfrage. Das decke sich mit den Erfahrungen anderer Kantone.

Infektion in Hotel

Weiter wurde ein Kind in einem Tagesferienlager in Zuoz positiv auf das Coronavirus getestet. Das Gesundheitsamt habe sofort Massnahmen zur Eindämmung der Infektionsketten eingeleitet. «Aktuell sind eine Person in Isolation, zwei Familienangehörige sowie 18 teilnehmende Kinder in Quarantäne», heisst es in der Medienmitteilung. Die betroffenen Personen werden durch die Contact-Tracer betreut.

Diese haben derzeit einiges zu tun. Am Donnerstag wurde das Bündner Gesundheitsamt über eine Neuinfektion in einem Hotel in Pontresina informiert. In der Folge wurden mögliche Kontaktpersonen eruiert und bei diesen Quarantäne angeordnet. Vier Personen befinden sich in Isolation, 16 in Quarantäne, und eine Person benötigt Spitalpflege.

Jetzt nicht sorglos werden

Oberstes Ziel der Bestrebungen ist es, weitere einschneidende gesetzliche Massnahmen zu verhindern. Besonders auch im Hinblick auf die Ferienzeit empfiehlt das Gesundheitsamt Graubünden weiterhin dringend, die Abstandsregel von 1,5 Meter, die allgemeinen Hygienemassnahmen und die Pflicht zum Tragen von Schutzmasken im öffentlichen Verkehr strikte einzuhalten. Menschenansammlungen sind zu meiden, insbesondere in geschlossenen Räumen.

Um die Bevölkerung zu schützen und von zusätzlichen gesetzlichen Massnahmen absehen zu können, sind Infektionsketten möglichst rasch zu unterbrechen. Das Gesundheitsamt ruft zur Eigenverantwortung auf und empfiehlt, bei Besuchen von Veranstaltungen, Restaurants und Clubs die Kontaktdaten korrekt zu hinterlegen. (Gesundheitsamt Graubünden)

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