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Rücksicht bei SchneewanderungenWegen Corona zu viele Leute in der Natur – Wildtiere leiden

Winterwanderungen im Wald können für einheimische Wildtiere problematisch sein. Das St. Galler Amt für Jagd und Fischerei ruft zur Rücksicht auf.

von
Adriel Monostori
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Der Kanton St. Gallen sorgt sich um Wildtiere.

Der Kanton St. Gallen sorgt sich um Wildtiere.

Foto: Adriel Monostori

Da durch Corona mehr Leute im Wald auf Schneewanderungen gehen, rufen sie die Bevölkerung auf, möglichst rücksichtsvoll zu sein. 


Da durch Corona mehr Leute im Wald auf Schneewanderungen gehen, rufen sie die Bevölkerung auf, möglichst rücksichtsvoll zu sein.

imago/Manngold
Wildtiere müssen sorgsam mit ihren Energiereserven umgehen. 

Wildtiere müssen sorgsam mit ihren Energiereserven umgehen.

REUTERS

Darum gehts

  • Im Kanton St. Gallen macht man sich Sorgen um Wildtiere.

  • Durch Corona verstärkt sich der Trend zu Schneewanderungen.

  • Winterwanderungen im Wald können bei den Tieren Fluchtreaktionen auslösen.

  • Das Amt für Jagd und Fischerei bittet die Bevölkerung, die Dämmerungszeit und die Nacht den Wildtieren zu überlassen.

Winterwanderungen im Schnee können für die im Wald lebenden Wildtiere gefährlich sein. Da sich durch Corona der Trend zu Schneewanderungen verstärkt hat, macht sich der Kanton St. Gallen nun Sorgen um die Tiere. Dominik Thiel, Leiter des Amts für Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen, ruft deshalb die Leute dazu auf, über die Festtage besonders rücksichtsvoll zu sein. «Die Winterzeit ist für Wildtiere speziell heikel, weil sehr wenig Nahrung vorhanden ist. Das heisst, die Tiere müssen die Energie sparen, und jegliche Fluchtreaktionen können dazu führen, dass die Tiere hungern oder sogar verhungern, sagt Thiel gegenüber dem SRF-«Regionaljournal» Ostschweiz.

In den St. Galler Wäldern befinden sich vor allem Rehe, Gämsen, Hirsche und Birkhühner. Um diese zu schützen, rät der Kanton, Wildruhezonen zu beachten, Hunde an der Leine zu führen, auf Wegen oder Loipen zu bleiben und die Zeit von Nacht und Dämmerung den Wildtieren zu überlassen. In den letzten Jahren habe man beobachten können, dass immer mehr Leute nachtwandern gingen.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Tierschutz Schweiz (anonym möglich)

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