Tram-Markierungen in Zürich: «Wegen den Hirnlosen muss jetzt die ganze Stadt zugepflastert werden»
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Tram-Markierungen in Zürich«Wegen den Hirnlosen muss jetzt die ganze Stadt zugepflastert werden»

Die Stadt Zürich hat bei einigen Fussgängerstreifen «Achtung Tram»-Markierungen angebracht. Auf Social Media wird dies heftig diskutiert.

von
Monira Djurdjevic
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Die Stadt Zürich hat neu auf einigen Fussgängerstreifen über Tramgleise die Markierung «Achtung Tram» angebracht.​

Die Stadt Zürich hat neu auf einigen Fussgängerstreifen über Tramgleise die Markierung «Achtung Tram» angebracht.​

Stadt Zürich
Auf Social Media wird die Massnahme heftig diskutiert. «Wow, jetzt muss wegen den Hirnlosen schon die ganze Stadt zugepflastert werden», schreibt ein User.

Auf Social Media wird die Massnahme heftig diskutiert. «Wow, jetzt muss wegen den Hirnlosen schon die ganze Stadt zugepflastert werden», schreibt ein User.

20 Minuten
Doch es gibt auch Userinnen und User, welche die Massnahme begrüssen. «Sehr gute Idee. Die Trams sind leise und die meisten Fussgänger wissen nicht, dass das Tram Vortritt hat», schreibt ein Nutzer.

Doch es gibt auch Userinnen und User, welche die Massnahme begrüssen. «Sehr gute Idee. Die Trams sind leise und die meisten Fussgänger wissen nicht, dass das Tram Vortritt hat», schreibt ein Nutzer.

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Darum gehts

Aufmerksamen Fussgängerinnen und Fussgängern dürften die neuen Bodenmarkierungen bereits aufgefallen sein: Die Stadt Zürich hat kürzlich auf einigen Fussgängerstreifen über Tramgleise die Markierung «Achtung Tram» angebracht.​ «Das Tram hat immer Vortritt – auch auf dem Fussgängerstreifen. Diese Regel kennen vielleicht nicht alle oder die Fussgängerinnen und Fussgänger denken nicht immer daran. Das kann zu schlimmen Unfällen führen», schreibt die Stadt Zürich auf Facebook.

Auf Social Media wird die Massnahme heftig diskutiert. «Wow, jetzt muss wegen den Hirnlosen schon die ganze Stadt zugepflastert werden», schreibt ein User. «Eigentlich traurig, dass eine solche Massnahme nötig ist. Irgendwann steht: einatmen – ausatmen», meint ein anderer Nutzer. «Schon erstaunlich, wie sich die Zeiten ändern. Bus und Tram auszubremsen, wäre früher keinem auch nur in den Sinn gekommen», findet eine Userin.  

Doch es gibt auch Userinnen und User, welche die Massnahme begrüssen. «Sehr gute Idee. Die Trams sind leise und die meisten Fussgänger wissen nicht, dass das Tram Vortritt hat», schreibt ein Nutzer. Und ein anderer meint: «Ich bin auf dem Land aufgewachsen, hab nie eine Autoprüfung gemacht und wusste das tatsächlich sehr lange nicht.» Ähnlich geht es diesem Mann: «Ich wusste nicht, dass das Tram Vorfahrt hat. Touristen und Touristinnen wissen das garantiert auch nicht.»

2000 Franken pro Fussgängerstreifen

Laut der Stadt Zürich kommen rund 160 Fussgängerstreifen für die Umsetzung in Frage. Dieses Jahr sollen knapp 60 Fussgängerstreifen, die auf Schulwegen liegen oder Querungen über mehr als zwei Fahrstreifen haben, markiert werden. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, ist dies an 30 Fussgängerstreifen bereits erfolgt. Die Markierungen kosten gemäss der Dienstabteilung Verkehr (DAV) pro Fussgängerstreifen etwa 2000 Franken.

Im März wurde die Verkehrsunfallstatistik 2021 veröffentlicht. Gemäss Wernher Brucks, Leiter Verkehrssicherheit, Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich, liegt die Zahl der Schwerverletzten im Stadtzürcher Strassenverkehr auf einem Rekordtief. Die Anzahl Unfälle mit Fussgängerinnen und Fussgängern ist mit 164 Verunfallten weiterhin rückläufig. Jedoch starben fünf Zufussgehende, was einem bedauernswerten Höchststand entspricht. Vier Unfälle mit Todesfolge waren Kollisionen zwischen einer Person zu Fuss und einem Tram.  

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