Aktualisiert

FasnachtWegen Depot wird weniger Bier verkauft

Das neue Depot-System an der Fasnacht kommt auf Luzerner Strassen gar nicht gut an. Viele Fasnächtler nehmen ihr eigenes Bier mit, um das Zahlen von zwei Franken Depot zu umgehen.

von
Matthias Giordano

«Das neue Depotsystem ist absolut idiotisch», ärgert sich der 25-jährige Fasnächtler Martin Leuthard. Weil er keine Lust hat, nach jedem Bier den Becher an einem Stand zurückzubringen, wird er dieses Jahr zum Selbstversorger. «Damit ich immer genug eigenes Bier dabeihabe, habe ich mir nun sogar einen kleinen Leiterwagen gebaut», so Leuthard weiter.

Mit dem Ärger steht der Luzerner nicht allein da: «Dass man nun Depot bezahlen muss, nervt extrem», sagt auch Ramona Jäger (20) aus Emmen. Weniger Dreck werde es deswegen ohnehin nicht geben. Auch sie nehme jetzt die Getränke einfach selber mit. «Die Flaschen werde ich dann absichtlich auf den Boden werfen», fügt sie augenzwinkernd hinzu.

Die Stände tragen entsprechend nun die Folgen: «Es wird schon weniger gekauft», so ein Standarbeiter von Rockfood am Mühleplatz. «Es reklamieren auch viele Leute wegen des Depots.» Die Depotgebühr von zwei Franken wurde dieses Jahr erstmals von der Stadt eingeführt, um die Abfallmenge zu reduzieren. Sie wurde bereits vor der Fasnacht kontrovers diskutiert.

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