«Wegen der Baustelle herrscht tote Hose»
Aktualisiert

«Wegen der Baustelle herrscht tote Hose»

Die Gewerbetreibenden zwischen Marktplatz und Schifflände laufen Sturm: Wegen der Baustelle läuft praktisch nichts mehr. Jetzt fordern sie vom Staat Schadenersatz.

«Wir produzieren für die Katz. Bei uns herrscht tote Hose», klagt Jasna Nussberger von der gleichnamigen Confiserie an der Marktgasse. Sie spricht von Geschäftseinbussen von bis zu 60 Prozent. Dieselbe Zahl bekommt man auch von umliegenden Geschäften wie dem ID Interieur oder der Confiserie Schiesser am Marktplatz zu hören.

Die Ladenbesitzer des Bermudadreiecks, wie Mimi Buser vom ID Interieur den Bereich zwischen Marktplatz und Schifflände nennt, wollen aber nicht nur die Faust im Sack machen. Hans Nussberger steht in Kontakt mit den umliegenden Geschäften. Zusammen mit ihnen will er die rechtlichen Möglichkeiten ausloten, ob allenfalls ein Schadenersatz für einen Teil der Einbussen beim Staat zu holen ist.

Doch die Ladenbesitzer fühlen sich auch noch von ihren Verbänden missverstanden: Pro-Innenstadt-Präsident Urs Welten und der Gewerbeverbandsvizepräsident Fernand Gerspach würden behaupten, dass wegen der Baustelle viel mehr Leute durch die Stadt flanieren, erzählt Stephan Schiesser. «Ein fertiger Blödsinn ist das», schimpft er. Er habe drei Viertel weniger Kunden und könne dies auch belegen.

Lukas Hausendorf

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