Aktualisiert 08.03.2011 23:38

Vor die Tür gesetztWegen der Polizei Freundin verloren

Raffaele Marchitelli (24) baute letzten Samstag einen Unfall. Weil laut Polizei eine Frau im Wagen mitfuhr, setze ihn seine Freundin vor die Tür.

von
Simon Städeli
Zuerst fuhr Raffaele Marchitelli(24) seinen Alfa zu Schrott, dann warf ihn seine Freundin raus.

Zuerst fuhr Raffaele Marchitelli(24) seinen Alfa zu Schrott, dann warf ihn seine Freundin raus.

Mit einem Kollegen fuhr Raffaele Marchitelli am Samstagmorgen auf der A1 Richtung St. Gallen. Dabei schlief der 24-Jährige kurz ein. Sein Alfa krachte in die Mittelleitplanke und blieb dann auf dem Pannenstreifen stehen. Ein Unfall mit Folgen: «Mein Auto ist jetzt Schrott und meine Freundin hat mich verlassen», sagt Marchitelli. Denn: Seine 20-jährige Freundin las in der Zeitung, dass sich zum Unfallzeitpunkt eine 30-jährige Mitfahrerin im Auto befand –, und warf ihn darauf aus der Wohnung. «Als ich zu ihr nach Hause wollte, stand mein Koffer vor der Tür. Ich musste bei einem Kollegen übernachten», so der Gipser.

Auf Anfrage von 20 Minuten überprüfte die Kantonspolizei St. Gallen gestern die Unfallmeldung. Dabei stellte sich heraus, dass sich keine Frau im Wagen befand. «Da ist ein Fehler passiert», sagt Mediensprecher Hanspeter Krüsi. Natürlich entschuldige sich die Polizei beim Betroffenen. «Als Wiedergutmachung erhält er ein Geschenk, irgendeine St. Galler Spezialität», so Krüsi.

Marchitelli ist der Polizei nicht böse: «Fehler passieren halt», so der 24-Jährige. Ihm wäre lieber, wenn ihm die Busse für seinen Unfall erlassen würde. Wie es mit seiner Freundin weitergeht, weiss er nicht: «Ich hoffe, sie glaubt mir jetzt und nimmt mich wieder auf.»

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