21.09.2020 16:35

Unbeaufsichtigtes Gepäckstück«Wegen des Gepäckstücks haben sie ihren Flug verpasst»

Am Sonntagnachmittag kam es am Euro-Airport in Basel zu einem Zwischenfall mit einem unbeaufsichtigten Gepäckstück. Wegen der erfolgten Evakuierung des Terminals sollen etliche Passagiere den Flug verpasst haben.

von
Elodie Kolb
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Am Sonntag kam es beim Euro-Airport in Basel aufgrund eines unbeaufsichtigten Gepäckstücks zu einer Evakuierung. 

Am Sonntag kam es beim Euro-Airport in Basel aufgrund eines unbeaufsichtigten Gepäckstücks zu einer Evakuierung.

Foto: Leser-Reporter 
Ein Teil des Terminals musste geräumt werden.

Ein Teil des Terminals musste geräumt werden.

Foto: Keystone
Leser-Reporter Fabio Petrachi war vor Ort. Zwei Verwandte seiner Freundin hätten durch den Zwischenfall ihren Flug nach Brindisi verpasst. 

Leser-Reporter Fabio Petrachi war vor Ort. Zwei Verwandte seiner Freundin hätten durch den Zwischenfall ihren Flug nach Brindisi verpasst.

Foto: Keystone

«Als wir am Flughafen ankamen, wurden alle aus dem Gebäude herausgeschickt», sagt Leser-Reporter Fabio Petrachi auf Anfrage von 20 Minuten. Er habe die Tante und Cousine seiner Freundin zum Flughafen gefahren, da sie nach Brindisi in Italien wollten. «Niemand durfte reingehen.»

Das war am Sonntagnachmittag gegen 16.30 Uhr wegen eines unbeaufsichtigten Gepäckstücks, wie er sagt. Petrachi erzählt: «Die Polizisten haben auch mit dem Mann gesprochen, dem mutmasslich die Gepäckstücke gehört haben.»

450 Euro Busse für die vielen verpassten Flüge?

Den Wartenden haben die Polizisten auch angegeben, die Flugzeuge würden warten. «Aber das stimmte nicht. Weil niemand ins Gebäude hinein durfte, haben viele Passagiere ihren Flug verpasst», sagt Petrachi. So auch seine Verwandten. «Als sie dann nach etwa einer Stunde wieder reingehen durften, wollten die beiden ihre Koffer einchecken. Aber die Person am Schalter sagte ihnen, dass sie ihren Flug bereits verpasst hätten», so Petrachi.

«Und die Person, die das Gepäck unbeaufsichtigt lässt, bekommt eine Busse von 450 Euro.» Das haben seine Verwandten ebenfalls am Check-in-Schalter erfahren. Stefan Wyer, Mediensprecher des Euro-Airports, bestätigt den Vorfall vom Sonntagnachmittag und dass Passagiere, die ihr Gepäck unbeaufsichtigt lassen, eine Busse von 450 Euro riskieren. «Darauf weisen wir mit Plakaten hin», so Wyer.

Er musste sie wieder abholen

Als Petrachis Verwandte die Auskunft erhielten, war er selbst bereits wieder auf dem Heimweg, wie er sagt. Aber er kam nicht weit, denn er musste umkehren und die beiden Frauen wieder abholen. «Die Fluggesellschaft war zwar kulant und hat die beiden kostenlos auf einen neuen Flug umgebucht», sagt er. «Das Ganze ist aber trotzdem ärgerlich.»

«Der Vorfall konnte aber in kurzer Zeit gelöst werden, und es kam zu keinen grösseren Verzögerungen», so Wyer.

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28 Kommentare
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killian

22.09.2020, 07:46

Was macht der Euroairport falsch? Es fällt auf, dass andere Flughäfen von diesem Phänomen in weitaus geringerem Masse betroffen sind.

Nick

22.09.2020, 07:34

...und täglich grüsst der unbeaufsichtigte Koffer am Euro-Airport.

EAP mitarbeiter

22.09.2020, 07:24

Das ist aufgrund französischer gesetzgebung nun mal standard am EAP! Informiert Euch mal besser!