Stadt Zürich: Wegen diesem Teil hatten 21'000 Leute keinen Strom

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Stadt ZürichWegen diesem Teil hatten 21'000 Leute keinen Strom

In der Stadt Zürich kam es in den letzten Jahren zu einigen Stromausfällen. Benedikt Loepfe, Leiter des Verteilnetzes der EWZ, erklärt warum.

von
bec

Ein technischer Defekt führte im Dezember 2015 zu einem Stromausfall, wegen dem über 21'000 Haushalte und Betriebe in der Stadt Zürich mehrere Stunden ohne Strom ausharren mussten. Benedikt Loepfe, Leiter des Verteilnetzes des Elektrizitätwerk der Stadt Zürich (EWZ), sagt, wie es dazu kam: «In der Mittelspannungs-Schaltungsanlage war die Isolation eines Verbindungsstückes defekt, wodurch ein Schutzmechanismus ausgelöst wurde, der beide Unterwerkstransformatoren ausschaltete.»

Durch den Defekt am Verbindungsstück sei es zu einem Kurzschluss gekommen, der einer Rauchentwicklung im Unterwerk Letten führte. Komme es zu einem solchen Fehler, würden zur Sicherheit die Transformatoren ausgeschaltet. «Diese sind die Herzstücke der Unterwerke», sagt Loepfe.

Fast die Hälfte der Störungen durch Bauarbeiten

Die Trafos würden die Spannung des Stroms so umwandeln, dass er in den Quartieren verteilt werden kann. Damit diese nicht kaputt gehen, würden bei umliegenden Defekten die Maschinen vom Netz genommen, ähnlich wie bei einer Sicherung in einem Wohnhaus.

«Dieser Schutzmechanismus wurde im September 2016 im Unterwerk Zeughaus gleich zwei mal ausgelöst», so Loepfe. Damals sei eine Hochspannungsleitung defekt gewesen, die zu dem Unterwerk führte. Dadurch sei es zu den beiden Stromausfällen in den Kreisen 1 und 4 gekommen. «Diese waren aber relativ kurz, da die Anschlüsse, die ohne Strom waren, von anderen Teilen des Netzes wieder versorgt werden konnten», sagt Loepfe. So sei es in den meisten der über 85 Störungen 2016 gewesen.

In Leimbach war dies jedoch am 28. Juli 2014 nicht der Fall: Dort seien gleich beide Mittelspannungskabel, wegen Bauarbeiten durchtrennt worden. «Da diese zuerst freigelegt und repariert werden mussten, waren die Bewohner 14 Stunden 29 Minuten ohne Elektrizität», sagt Loepfe. Dies sei aber eine Ausnahme: Denn 2016 seien fast die Hälfte der über 85 Störungen wegen Beschädigung durch Dritte verursacht worden. Loepfe: «Dabei handelte es sich meist um Schäden durch Bauarbeiten.»

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