RTL in Serbien – Wegen dieser RTL-Reporterin brachen die Djokovics die Medienkonferenz ab
Aktualisiert

RTL in SerbienWegen dieser RTL-Reporterin brachen die Djokovics die Medienkonferenz ab

Elke Büchter hat an der Medienkonferenz von Novak Djokovics Familie eine kritische Frage gestellt – worauf diese die Konferenz sofort beendet hat. Die anderen Journalistinnen und Journalisten vor Ort hätten sie wohl als Nestbeschmutzerin wahrgenommen, sagt sie nun.

von
Marcel Urech
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Die Familie von Novak Djokovic hat in Serbien eine Medienkonferenz abgehalten – und sie nach der ersten kritischen Frage von der Journalistin Elke Büchter (Bild) abgebrochen.

Die Familie von Novak Djokovic hat in Serbien eine Medienkonferenz abgehalten – und sie nach der ersten kritischen Frage von der Journalistin Elke Büchter (Bild) abgebrochen.

Screenshot N-TV.
Das Foto zeigt die Familie von Novak Djokovic bei der Pressekonferenz in Serbien.

Das Foto zeigt die Familie von Novak Djokovic bei der Pressekonferenz in Serbien.

REUTERS
Novak Djokovics Bruder Djordje nahm ebenfalls an der Medienkonferenz teil.

Novak Djokovics Bruder Djordje nahm ebenfalls an der Medienkonferenz teil.

REUTERS

Darum gehts

  • Novak Djokovics Familie gab am Montag eine Medienkonferenz und legte ihre Sicht auf den Visumstreit dar.

  • Nach der ersten kritischen Frage brach die Familie die Medienkonferenz allerdings ab.

  • Nun hat sich die Reporterin von RTL geäussert, die diese Frage stellte.

Die Causa Djokovic sorgt weiter für Wirbel: Der Tennisstar würde gerne das Australian Open 2022 bestreiten – ob es so weit kommen wird, ist aber weiterhin unklar. Die Eltern und der Bruder von Novak Djokovic gaben am Montagnachmittag eine Medienkonferenz und legten ihre Sicht auf den Visumstreit dar. Als die Medienschaffenden kritische Fragen stellten, brach die Familie Djokovic die Pressekonferenz allerdings sofort ab. Nun hat sich eine Reporterin von RTL dazu geäussert, die an der Medienkonferenz anwesend war.

«Corona-konform war da gar nichts»

Djokovic und seine Familie seien für «fast alle Reporter vor Ort» Helden, die für Freiheit kämpfen, schreibt Elke Büchter. «Corona-konform war da gar nichts», sagt sie über die Medienkonferenz in Serbien. «Ich habe kurz überlegt, ob ich mir das wirklich antun will.» Der Raum sei viel zu voll gewesen und die Leute hätten sich «nahezu umgebracht», um an Bilder zu kommen. Abstand zu halten, sei nicht möglich gewesen. Viele Leute hätten keine Maske getragen – «der Grossteil der anderen hatte sie unter der Nase».

Die erste kritische Frage an der Medienkonferenz kam von der RTL-Reporterin: «Bereut Djokovic es, sich nicht geimpft zu haben?» Die Reaktion darauf sei «eisig» gewesen und eine echte Antwort habe es nicht gegeben. Doch die Reporterin liess nicht locker und stellte weitere Fragen: «War Djokovics Test am 16. Dezember positiv? Und hat er an den darauffolgenden Tagen trotzdem an öffentlichen Veranstaltungen teilgenommen?» Djokovics Mutter habe daraufhin abgewunken und sein Bruder die Medienkonferenz für beendet erklärt.

Reporterin glaubt, dass man in ihr eine «Nestbeschmutzerin» sah

«Ich war ziemlich überrascht», sagt Elke Büchter nun über die Reaktion der Familie. «Ich hätte nicht gedacht, dass das so ein Drama ist.» Kein anderer Journalist und keine andere Journalistin habe versucht, eine weitere Frage zu stellen. In deren Augen sei sie wohl eine Nestbeschmutzerin, sagt die RTL-Reporterin.

In der Nacht auf Montag hatte ein australischer Richter entschieden, dass Djokovic die Isolation im Land verlassen darf. Seine Familie feierte die Entscheidung danach als «grössten Sieg seiner Karriere». Ob Djokovic tatsächlich am Australian Open antreten darf, ist allerdings weiterhin offen.

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