03.09.2020 10:25

Teure SMSWegen Emojis erhielt Clemens eine Handyrechnung von 650 Franken

Clemens D. wollte seine Freunde zu einer Geburtstagsfeier einladen. Nachdem er die Nachricht per SMS verschickt hatte, bekam er dicke Post von seinem Mobilfunkanbieter. Dieser stellte ihm 650 Franken in Rechnung.

von
Tobias Bolzern
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Das war ein teurer Geburtstag für einen 40-jährigen Wiener. 

Das war ein teurer Geburtstag für einen 40-jährigen Wiener.

Getty Images/iStockphoto
Der Mann lud seine Freunde per Whatsapp …

Der Mann lud seine Freunde per Whatsapp …

Getty Images
… zu seinem Fest ein. 

… zu seinem Fest ein.

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Darum gehts

  • Ein Wiener hat Freunde zum Geburtstag eingeladen.
  • Einen Teil der Botschaften verschickte er per SMS.
  • Er erhielt eine aussergewöhnlich hohe Rechnung.
  • Schuld waren zahlreiche Emojis, die er mitschickte.

Böse Überraschung zum Geburtstag: Noch vor dem Corona-Lockdown hat Clemens D. eine grosse Feier zu seinem 40. Geburtstag geplant. Die meisten seiner Freunde hatte er per Whatsapp eingeladen. Doch 20 bis 30 davon nutzen den Messenger-Dienst nicht, deshalb schickte er ihnen die Einladungen per SMS.

Dazu kopierte er den Einladungstext, den er via Whatsapp versandt hatte, in die SMS-Nachricht und schickte ihn an die übrigen Kontakte. Ein grober Fehler, wie sich später herausstellen sollte. Denn am Ende des Monats kamen das böse Erwachen und dicke Post von seinem Handyanbieter. Dieser habe dem Wiener 670 Euro (ca. 650 Franken) für insgesamt 2500 SMS verrechnet, schreibt Heute.at. Doch wie konnte es dazu kommen?

Vorsicht bei Emojis

Die Geburtstags-SMS von Clemens D. enthielt zahlreiche Emojis. Beim Versand über Whatsapp ist das gar kein Problem. Verschickt man die Bildchen jedoch per SMS, müssen sie in lange Codes umgewandelt werden, was die Anzahl verbrauchter Zeichen rasant in die Höhe treiben kann.

Das ist übrigens nicht nur bei Emojis der Fall, sondern auch bei anderen Sonderzeichen, etwa dem «ô», wie ein anderer Fall zeigt. Nicolas P. erhielt eine hohe Rechnung von seinem Mobilfunkanbieter, weil er sich gerne mit «à très bientôt» verabschiedete, wie der «Kassensturz» im Jahr 2012 berichtete. Heutzutage sollte dies aber nicht mehr der Fall sein. «Bei unseren aktuellen Abos werden die SMS-Nachrichten nicht mehr separat verrechnet. Unsere Abokunden können unbeschränkt SMS verschicken, damit ist ein solcher Fall nicht möglich», sagt die Swisscom auf Anfrage.

Clemens D. intervenierte bei der Schlichtungsstelle der Rundfunk- und Telekom-Regulierungsbehörde. Darauf bekam der Wiener vom Anbieter 280 Euro zurück. Er musste aber immer noch 390 Euro bezahlen, damit sein Handy nicht gesperrt wurde.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

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32 Kommentare
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mimimi

03.09.2020, 13:56

was mich viel mehr überrascht als die teure rechnung ist dass der typ über 20-30 freunde hat die er zu seiner geburtstagsparty einladen möchte

Banker

03.09.2020, 13:44

Seit wann bekomme ich für Fr. 650, €670, habe ich etwas verpasst? :-)

Herr Breütigöm

03.09.2020, 13:28

wieso werden wir nicht alle einfach wieder normal?