Kanton St. Gallen: Wegen Erbschaftsstreit – Mann (64) versuchte, Hund und Katze mit Wienerli zu vergiften

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Kanton St. GallenWegen Erbschaftsstreit – Mann (64) versuchte, Hund und Katze mit Wienerli zu vergiften

Im Sommer 2022 wollte ein 64-jähriger St. Galler nach Erbschaftsstreitigkeiten den Hund seines Neffen und die Katze seiner Mutter mit präparierten Wurststücken vergiften. Er wurde nun per Strafbefehl verurteilt.

von
Seline Bietenhard
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Ein 64-jähriger Mann wollte im Juli 2022 nach Erbschaftsstreitigkeiten den Hund seines Neffen vergiften. (Symbolbild)

Ein 64-jähriger Mann wollte im Juli 2022 nach Erbschaftsstreitigkeiten den Hund seines Neffen vergiften. (Symbolbild)

Pixabay/Nikiko
Auch die Katze seiner Mutter sollte zu Schaden kommen. (Symbolbild)

Auch die Katze seiner Mutter sollte zu Schaden kommen. (Symbolbild)

20min/Anna Bila
Der St. Galler verschaffte sich unrechtmässigen Zutritt zum Garten seiner Mutter und verstreute eine rund zwei Meter lange Spur aus Glasscherben. (Symbolbild)

Der St. Galler verschaffte sich unrechtmässigen Zutritt zum Garten seiner Mutter und verstreute eine rund zwei Meter lange Spur aus Glasscherben. (Symbolbild)

Pexels/Suzy Hazelwood

Darum gehts

  • Ein 64-Jähriger drang nach einem Erbschaftsstreit illegal in den Garten seiner Mutter ein.

  • Im Garten verstreute er Glasscherben und legte präparierte Wienerli aus.

  • Mit den Wurststücken plante er, Familienhaustiere zu vergiften.

  • Die Staatsanwaltschaft St. Gallen verurteilte ihn per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe.

Ein 64-Jähriger aus dem Kanton St. Gallen wurde Anfang September per Strafbefehl verurteilt. Wegen Erbschaftsstreitigkeiten verschaffte sich der Mann im Juli 2022 unrechtmässigen Zutritt zum Garten seiner Mutter. Dort angekommen verstreute er im Garten zuerst eine laut Strafbefehl rund zwei Meter lange Spur aus Glasscherben. Anschliessend verteilte er in Stücke geschnittene, präparierte Wienerli auf dem Gelände, die im Innern schwarze Flecken aufwiesen.

«Mit seiner Tat beabsichtigte der 64-jährige St. Galler damit vorsätzlich, dem Schäferhund seines Neffen zu schaden und nahm damit auch eine Gefährdung der Katze seiner Mutter in Kauf», steht im Strafbefehl. Da die Glasscherben und die präparierten Wienerli-Stücke jedoch frühzeitig entdeckt wurden, kam keines der beiden Tiere – weder der Hund noch die Katze – zu Schaden. Der Mann wurde des Hausfriedensbruchs und der versuchten vorsätzlichen Tierquälerei für schuldig befunden.

Der 64-Jährige wird zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen à 30 Franken, also total 1500 Franken, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie einer Busse von 300 Franken verurteilt. Als strafmildernd wird jedoch laut Staatsanwaltschaft berücksichtigt, dass der nicht vorbestrafte Mann die Tatbestände anerkennt. Ebenfalls fallen ihm 600 Franken für Gebühren und besondere Auslagen zur Last. Bei einer Nichtbezahlung der Busse droht dem St. Galler eine Ersatzfreiheitsstrafe von zehn Tagen. Gegen den Strafbefehl kann innerhalb von zehn Tagen Einspruch erhoben werden. 

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00


Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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