Wegen Feuerinferno in Disko: Bürgermeister abgesetzt
Aktualisiert

Wegen Feuerinferno in Disko: Bürgermeister abgesetzt

Der Bürgermeister der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, Anibal Ibarra, ist wegen des katastrophalen Feuers in einer Diskothek im Dezember 2004 mit 194 Toten abgesetzt worden.

Der Politiker habe seine Amtspflichten verletzt.

Diese überraschende Entscheidung traf ein Anklageausschuss des Stadtparlaments am Dienstag (Ortszeit). Angehörige der überwiegend jugendlichen Brandopfer brachen vor dem Parlamentsgebäude in Jubel aus und sprachen von einer «historischen Entscheidung», weil die Politiker endlich in die Verantwortung genommen würden. Ibarra habe bei der Überwachung der Sicherheit der Diskothek Cromañón seine Amtspflichten vernachlässigt.

Die Notausgänge des bei einem Konzert völlig überfüllten Lokals waren verschlossen gewesen, und die Innenverkleidung bestand aus leicht brennbarem Plastik.

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