Aktualisiert 24.05.2007 20:52

Wegen Füchsen: Ziegen werden umquartiert

Immer wieder sorgen Füchse im Tierpark Dählhölzli für Aufregung. Erst letzte Woche schnappten sie sich zwei Bezoarziegen-Junge. Nun sollen die neuen Gehege fuchssicher gemacht werden.

«Füchse sind für uns ein besonderes Problem», sagt Tierpark-Direktor Bernd Schildger. «Der gesamte Dählhölzliwald ist flächendeckend von ihnen bewohnt.» Ausserdem würden die intelligenten Tiere unterschätzt: «Im Gegensatz zu Hunden sind sie geschickte Kletterer.»

Erst letzte Woche schlug der clevere Räuber wieder zu und packte zwei Bezoar-Geisslein. «Das ist ärgerlich, denn diese urtümliche Ziegenform ist selten und liegt uns besonders am Herzen», so Schildger. Es war nicht das erste Mal, dass sich Meister Reineke an Dählhölzli-Tieren vergriff. So verschwand zum Beispiel im vergangenen Winter ein ausgewachsener Schwarzstorch aus der Aareufer-Anlage.

Jetzt reagiert der Tierpark: «Bis Ende Jahr zügeln wir die Ziegen in den eintrittspflichtigen Teil des Parks», sagt Schildger. Dieser ist mit einem fuchssicheren Zaun geschützt. Doch im übrigen Teil des Parks sind die Tiere den Räubern noch ausgeliefert. Aus Kostengründen lohne es sich nicht, die alten Gehege fuchssicher zu machen. «Bei der etappenweisen Erneuerung der Aussengehege sind Fuchszäune eingeplant», so Schildger.

Alessandro Meocci

Nachwuchs im Tierpark Dählhölzli

Neuster Publikumsliebling im Dählhölzli ist das Waldrentier Tula, welches vergangene Woche zur Welt gekommen ist und nun die Umgebung erkundet. Bei den Waldrentieren handelt es sich um eine bedrohte Rentier-Unterart aus den Wäldern Finnlands und Teilen Russlands. Für Entzücken bei den Besuchern sorgen auch viele andere Tierbabys: So gab es unter anderem bei den Steinkäuzen, Alpengämsen, Rothirschen und Mufflons Nachwuchs.

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