Kanton St. Gallen: Wegen Haar im Kuchen – Mann (40) verprügelte Servierpersonal

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Kanton St. GallenWegen Haar im Kuchen – Mann (40) verprügelte Servierpersonal

Ein 40-jähriger St. Galler fand bei einem Café-Aufenthalt in seinem Kuchenstück ein Haar. Das Personal konnte ihn nicht wieder beruhigen und er wurde ausfällig. Der Mann wurde nun per Strafbefehl verurteilt.

von
Seline Bietenhard
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Ein 40-jähriger St. Galler bestellte in einem Café ein Stück Kuchen, welches aber ein Haar enthielt. (Symbolbild)

Ein 40-jähriger St. Galler bestellte in einem Café ein Stück Kuchen, welches aber ein Haar enthielt. (Symbolbild)

Pexels/Abhinav Goswami
Dem Mann passte dies aber gar nicht und er wurde gegenüber dem Personal handgreiflich.

Dem Mann passte dies aber gar nicht und er wurde gegenüber dem Personal handgreiflich.

20min/Shannon Zangger
Er brach dem Bistrobesitzer einen Finger und verpasste dem Kellner eine Rippenprellung.

Er brach dem Bistrobesitzer einen Finger und verpasste dem Kellner eine Rippenprellung.

20min/Shannon Zangger

Darum gehts

Ende September wurde ein 40-jähriger Mann aus dem Kanton St. Gallen per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Im April 2022 besuchte der Mann ein Café in Rorschach und bestellte ein Stück Kuchen. Beim Verzehr des Gebäcks bemerkte er ein Haar, worauf er sich beim Kellner des Cafés lauthals beschwerte. Sowohl der Kellner als auch der Bistrobesitzer entschuldigten sich bei dem Mann und versuchten, ihn zu beschwichtigen.

«Zudem offerierten sie dem Gast die Konsumation», so die Staatsanwaltschaft im Strafbefehl. Dennoch habe der Mann ausgerufen und sich nicht beruhigen lassen, so dass er gebeten wurde, das Lokal zu verlassen. Dem kam der 40-Jährige aber nicht nach, worauf es zu einer Rangelei kam und der Kellner versuchte, zusammen mit dem Bistrobesitzer den renitenten Gast aus dem Café zu führen.

Bistro-Angestellte verletzt

Dieser wehrte sich heftig und schlug dabei laut Strafbefehl auch um sich, wobei er dem Bistrobesitzer den kleinen Finger seiner rechten Hand brach und dem Kellner eine Rippenprellung und eine leichte Verletzung an der Lippe verpasste.

«Der Beschuldigte wusste, dass sein aktives Wehren gegen das Rausführen und das Um-sich-schlagen geeignet war, um den Angestellten die Verletzungen herbeizuführen und nahm dies zumindest in Kauf», steht im Strafbefehl.

Mit 550 Franken Busse bestraft

Der Mann wurde von der St. Galler Staatsanwaltschaft der einfachen Körperverletzung und der Tätlichkeiten für schuldig befunden. Der 40-Jährige wird zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 30 Franken, also total 1200 Franken, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie einer Busse von 550 Franken verurteilt.

Ebenfalls fallen ihm 450 Franken für Gebühren und besondere Auslagen zur Last. Bei einer Nichtbezahlung der Busse droht dem St. Galler eine Ersatzfreiheitsstrafe von sechs Tagen. Gegen den Strafbefehl kann Einspruch erhoben werden.

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