1. August: Wegen Hitzewelle droht ein Feuerwerks-Verbot
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1. AugustWegen Hitzewelle droht ein Feuerwerks-Verbot

Die Waldbrandgefahr in der Schweiz ist gross: Jetzt ist auch in den Kantonen Graubünden und Tessin Ende Feuer. Ein Wetter-Umschwung ist nicht in Sicht.

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gbr
Wegen der Hitzewelle droht ein Verbot von Feuerwerk am 1. August.

Wegen der Hitzewelle droht ein Verbot von Feuerwerk am 1. August.

Die Hitze ist zurück. «Es wird wieder ähnlich heiss wie Anfang Juli», sagt Roger Perret von Meteonews zu 20 Minuten. «Die Höchstwerte – um die 35 Grad – gibt es am Freitag.» Darauf soll eine kurze nasse Phase folgen: «Am Sonntag gibt es verbreitet Gewitter. Eine kleine Pause, warm und schwül. Es gibt recht verbreitet Niederschlag.»

Doch dann wirds gleich wieder heiss: «Die nächste Hitzewelle gibt es wohl ab Dienstag. Wieder die gleiche Hochdrucklage, wieder mit den heissen Temperaturen.» Die Gewitter vom Wochenende werden an der Dürre in der Schweiz kaum etwas ändern, meint Perret: «Die Niederschläge sind sicher willkommen, aber ich glaube nicht, dass es reicht.»

Feuerwerk-Verbote möglich

Die Kantone Wallis, Waadt, Solothurn, Basel-Stadt und Basel-Landschaft und Graubünden haben bereits ein absolutes Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe verhängt. Die Gefahrenstufe ist fast im ganzen Land hoch bis sehr hoch, wie die Karte des Bundesamts für Umwelt zeigt. Am Dienstag gab der Kanton Tessin bekannt, dass im Kantonsgebiet ab 18 Uhr bis auf Weiteres ein absolutes Feuerverbot herrscht – dieses «gilt auch für Feuerwerk».

1. August ohne Feuerwerk wie in manchen Kantonen schon in den Jahren 2003 und 2006? «Wir beobachten und analysieren die Lage permanent und informieren die Öffentlichkeit entsprechend. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist zurzeit im Wald verboten», sagt Dominik Fricker, Informationsdienst Kantonaler Krisenstab Basel-Landschaft. «Die Gemeinden regeln, an welchen Daten das Abbrennen von Feuerwerkskörpern erlaubt ist», sagt er – jetzt sei es aber noch zu früh, Aussagen über die Lage am Nationalfeiertag zu machen. «Es kommen Anfragen dazu auf unserer Hotline. Die Böden sind derzeit sehr ausgetrocknet, es braucht viel Regen, bis sie wieder durchnässt sind.» Die Brandgefahr sei gross – «das haben die Vorfälle in Muttenz und Laufen gezeigt.» Am Samstag, 11. Juli, waren wegen der Hitze ein Feld sowie Gras in Brand geraten.

«Ich denke, es wird keine Feuerwerke geben»

Im Kanton Solothurn beurteilt man die Lage ähnlich: «Der Krisenstab, die Polizei und das Amt für Wald, Jagd und Fischerei beurteilen die Lage laufend», sagt Kapo-Sprecherin Thalia Mosimann. Zu Feuerwerksverboten könne man noch nichts sagen, aber: «Wenn es gleich weitergeht mit dem Wetter, wird es schwierig.»

Eher schwarz für Feuerwerk am 1. August sieht Andrea Kaltenbrunner vom Amt für Wald und Naturgefahren im Kanton Graubünden: «Feuerwerk ist nicht möglich im Moment», sagt Kaltenbrunner. «Es müsste eine Schlechtwetterphase mit mehreren Regentagen kommen – Gewitter reichen nicht.» Natürlich gebe es trotzdem Feste, und Gemeinden könnten wohl, von der Feuerwehr bewacht, auch 1.-August-Feuer machen. «Aber ich denke, es wird wohl keine Feuerwerke geben. Und für Höhenfeuer könnte es auch zu gefährlich werden.»

«Jetzt ist es noch zu früh für Verbote», sagt Beda Sartory, Präsident der Schweizerischen Koordinationsstelle Feuerwerk SKF. Er hofft, die Gemeinden würden die Lage «differenziert anschauen». In einem Schreiben an die kantonalen Führungsstäbe hat der SKF geschrieben, dass bei höchster Waldbrand-Gefahrenstufe auf Feuerwerksraketen zu verzichten sei. Vulkane, bengalische Hölzer und Batterien sollen laut SKF-Empfehlung trotzdem zugelassen werden – aber «nur auf geschützten, nicht brennbaren Flächen ... sowie an Standorten, welche von der Gemeinde freigegeben sind (z. B. Festareal am 1. August mit überwachtem Abbrennplatz für Privatfeuerwerk).»

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