Villars-sur-Glâne FR - Fäkalbakterien aus dem Hahn – Jetzt gehts vorwärts mit Trinkwasserschutz
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Villars-sur-Glâne FRFäkalbakterien aus dem Hahn – Jetzt gehts vorwärts mit Trinkwasserschutz

Nachdem das Trinkwasser in elf Freiburger Gemeinden verschmutzt war, mussten die Behörden Wasserhähne zur Verfügung stellen. Nun will die Gemeinde Villars-sur-Glâne handeln.

von
Zoé Stoller
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Von Samstagmittag bis Sonntagabend war das Trinkwasser von elf Freiburger Gemeinden mit Fäkalienbeständen verschmutzt.

Von Samstagmittag bis Sonntagabend war das Trinkwasser von elf Freiburger Gemeinden mit Fäkalienbeständen verschmutzt.

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Darum wurden für die Bevölkerung Wasserhähne aufgestellt.

Darum wurden für die Bevölkerung Wasserhähne aufgestellt.

Privat
In Zukunft will die Gemeinde Villars-sur-Glâne das Wassersystem genauer überwachen und die Bewohner schneller informieren können.

In Zukunft will die Gemeinde Villars-sur-Glâne das Wassersystem genauer überwachen und die Bewohner schneller informieren können.

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Darum gehts

  • Nach einer Trinkwasser-Verschmutzung im Kanton Freiburg wurden Not-Wasserhähne zur Verfügung gestellt.

  • Bald waren am Bahnhof Freiburg jegliche Mineralwasser-Vorräte ausverkauft.

  • In Villars-sur-Glâne soll nun die Überwachung des Wassernetzes verbessert werden.

Villars-sur-Glâne FR plant, ein verbessertes System zur Untersuchung des Trinkwassers zu installieren. Damit sollen Verschmutzungen des Wassers schneller und genauer festgestellt werden können, woraufhin man früher reagieren könne. Grund dafür ist die Trinkwasser-Verschmutzung in elf Freiburger Gemeinden am Wochenende.

Ausserdem möchte die Gemeinde verstärkt auf die Kommunikation mittels Website mit der Bevölkerung setzen. So sollen die Bewohnerinnen und Bewohner noch schneller über ähnliche Ereignisse informiert werden. Statt nur Flyer an alle Haushalte zu verteilen, könnten die Menschen mittels Plattform deutlich schneller gewarnt werden. Gemeinderat Bruno Marmier (Grüne) empfiehlt diese Vorgehensweise auch anderen Gemeinden. Der Schaden könne nämlich früher erkannt und die Bevölkerung schneller gewarnt werden.

Fäkalbakterien gelangten ins Trinkwasser

Gemäss Freiburger Polizei waren Fäkalien, die durch den starken Regen und das darauffolgende Hochwasser ins Trinkwasser gelangten, für die Trinkwasserverschmutzung am Wochenende verantwortlich. Bereits um 15.30 Uhr waren alle Bewohnerinnen und Bewohner darüber informiert, dass das Wasser abgekocht oder in einem Geschäft gekauft werden müsse. Bald kam es zu ersten Angstkäufen. In mehreren Lebensmittelfilialen wurden die Trinkwasserbestände knapp. Am Sonntag war das Mineralwasser schliesslich in den Läden des Freiburger Bahnhofs ausverkauft.

Die für das Freiburger Wassernetz zuständige Firma Sinef AG kam der Bevölkerung zu Hilfe. In Villars-sur-Glâne stellte die Firma Wasserhähne auf, von welchen sich jede und jeder bedienen durfte. Marmier half bei der Organisation dieser Aktion mit und war selbst vor Ort. Er erzählt, das Angebot sei reichlich genutzt worden und die Bewohnerinnen und Bewohner seien dankbar gewesen. Etliche Freiburger und Freiburgerinnen füllten ihre Trinkflaschen am Sonntagnachmittag an den Trinkwasserhähnen auf.

Am Sonntagabend gab die Polizei schliesslich für neun der elf Gemeinden grünes Licht; das Wasser sei wieder sauber und könne ohne Abkochen konsumiert werden. Die Trinkwasserhähne standen den Bewohnerinnen und Bewohnern trotzdem noch bis am Montagmittag zur Verfügung.

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