Wegen Japan: Finger abgeschnitten
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Wegen Japan: Finger abgeschnitten

Aus Protest gegen den Anspruch Tokios auf eine unbewohnte Inselgruppe im Japanischen Meer haben sich zwei südkoreanische Demonstranten den Finger abgeschnitten.

Die ungewöhnliche Protestaktion erfolgte am Montag vor der japanischen Botschaft in Seoul. Die beiden Verletzten, ein Mann und eine Frau, wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Menschenmenge, die auch gegen die ihrer Ansicht nach halbherzige Reaktion Südkoreas auf den japanischen Anspruch protestierte, wurde von der Polizei auseinander getrieben.

Südkorea hat Japan vor einer Verschlechterung der bilateralen Beziehungen gewarnt, sollte der Territorialstreit nicht beigelegt werden. Daraufhin wurde der japanische Botschafter in Seoul am Montag zur Berichterstattung nach Tokio zurückberufen. Die Inselgruppe, die in Südkorea als Dokdo und in Japan als Takeshima bezeichnet wird, ist von reichen Fischgründen umgeben, was sie für beide Länder interessant macht. (dapd)

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