Aktualisiert 29.12.2008 10:01

Stabilität gesucht

Wegen Krise: Der Franken im Höhenflug

Die Gaza-Krise hebt den Franken: Die Schweizer Währung verbuchte gegenüber Dollar und Euro Kursgewinne. Auch Öl und Gold wurden teurer.

Zum Euro notierte der Franken im Devisenhandel zum ersten Mal seit Mitte November wieder unter 1.50 Franken. In der Nacht auf Montag lag das Tief bei 1.4948 Franken. Am Vormittag notierte der Euro um 1.50 Franken, um 10 Uhr kostete er 1.5004.

Der Dollar setzte seinen seit Anfang Dezember anhaltenden Tauchgang fort. Die US-Währung blieb nur knapp über der Marke von 1.05 Franken und notierte am Vormittag bei 1.0531. Anfang Monat hatte für einen Dollar noch 1.20 Fr. gezahlt werden müssen.

Schweizer Exporteure dürften die Entwicklung mit Sorge verfolgen, verteuern sich doch mit der Frankenaufwertung ihre Produkte für Abnehmer im Dollar- und Euro-Raum. Demgegenüber profitieren Schweizer Konsumenten von billigeren Ferien und Einkäufen im Ausland.

«Es gibt geopolitische Risiken und der Schweizer Franken wird in solchen Fällen üblicherweise gekauft», sagte ein europäischer Händler gegenüber Reuters mit Blick auf die Krise im Nahen Osten.

Wegen den Kämpfen zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas legte auch der Ölpreis zu. Das Fass WTI verteuerte sich um bis zu 5,6 Prozent auf 39.82 Dollar, Brent um 5,5 Prozent auf 40.50 Dollar.

Auch der Goldpreis zog an. Die Feinunze kostete am Morgen mit 883.65 Dollar fast zwei Prozent mehr. Das Edelmetall wird in Krisenzeiten von Anlegern als sicheres Investment betrachtet.

(sda)

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