Gemeinderatspräsident: Wegen rassistischer Rede entmachtet
Aktualisiert

GemeinderatspräsidentWegen rassistischer Rede entmachtet

Eklat in Opfikon ZH: Der Gemeinderatspräsident wurde wegen rassistischen Äusserungen anlässlich einer 1.-August-Rede aus dem Amt gefegt. Er hatte sich gegen die «Ansiedlung nichtweisser Menschen» in Europa ausgesprochen.

In Opfikon ZH wurde der Gemeinderatspräsident wegen rassistischen Äusserungen entmachtet.

In Opfikon ZH wurde der Gemeinderatspräsident wegen rassistischen Äusserungen entmachtet.

Der Opfiker Gemeinderatspräsident, der ehemalige Grünliberale Urs Wagner, ist wegen rassistischer Äusserungen in einer 1.-August-Rede seines Amtes enthoben worden. Der Gemeinderat beschloss am Montagabend seine Absetzung.

Dies teilte der 1. Vizepräsident des Gemeinderates, Roman Schmid, mit. Für das Amt des Gemeinderatspräsidenten sei «persönliche Integrität» eine Voraussetzung. Schmid wird für den Rest des Amtsjahrs die Parlamentsgeschäfte leiten.

Nicht ausgeschlossen wird Wagner als Mitglied des Gemeinderats. Dies, weil er von den Opfiker Stimmberechtigten in dieses Amt gewählt worden ist.

Von interfraktionellen Konferenz beantragt

Die Amtsenthebung war von der interfraktionellen Konferenz (IFK) beantragt worden. In der IFK sind alle Gemeinderatsfraktionen vertreten.

Die GLP selbst hatte Wagner schon im September wegen parteischädigenden Verhaltens aus der Partei ausgeschlossen. Ausschlaggebend war auch hier die 1.-August-Rede gewesen.

In der in Opfikon gehaltenen Rede zum diesjährigen Nationalfeiertag hatte der 44-jährige Wagner wegen rassistischer Aussagen für Aufregung gesorgt. So sprach sich der Physiker und ETH-Absolvent zum Beispiel gegen die Ansiedlung nichtweisser Menschen auf dem europäischen Territorium aus. (sda)

Deine Meinung