Wegen Rauchverbot: Der Milchkaffee an der Uni wird teurer

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Wegen Rauchverbot: Der Milchkaffee an der Uni wird teurer

Der Trend zum Latte Macchiato hat auch die Universität Zürich erreicht. Weil die Milchkaffee-Trinker mehr kosten als einbringen, steigen nun die Kaffeepreise - dies als unbeabsichtigte Nebenwirkung des Rauchverbots an der Uni.

Für Cappuccino und Latte Macchiato müssen Studierende der Universität Zürich ab Beginn des Wintersemesters tiefer in die Tasche greifen. Statt 1.50 Franken kosten die Milchkaffees künftig 1.70 Franken. Der Grund dafür sind die hohen Kosten, die den Mensabetreibern durch den zunehmenden Milchverbrauch entstanden sind. «Seit zwei Jahren beobachten wir einen Trend zu Milchkaffee-Getränken», sagt Alfred Kläger, Chef der Uni-Mensa. Gleichzeitig seien die «Sidesales» von normalem Kaffee und Espresso zurückgegangen. Kläger sagt, dass die Einführung des Rauchverbotes Mitte 2005 massgeblich zum höheren Konsum von Cappuccino und Latte Macchiato beigetragen hat. «Raucher trinken eher Espresso und Kaffee, aber nicht mehr bei uns. Die Nichtraucher tendieren eher zu den trendigeren Milchkaffee-Sorten.» Die Umsatzeinbussen, die die Uni-Mensa nach der Einführung des Rauchverbotes zu verzeichnen hatte, haben sich laut Kläger mittlerweile wieder ausgeglichen. Den hohen Verbrauch von Milch und die Anschaffung neuer Kaffeemaschinen für Latte Macchiato und Cappuccino kann allerdings nur mit einer Preiserhöhung getragen werden.

Auch die Preise am Salatbuffet werden wegen gestiegener Gemüse- und Früchtepreise aufs kommende Wintersemester hin erhöht. Der Preis für 100 Gramm Salat steigt von 1.70 Franken auf 1.80 Franken.

Maurice Thiriet, 20minuten.ch

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