Wegen SARS und H5N1: Chinesen verschonen exotische Tiere
Aktualisiert

Wegen SARS und H5N1: Chinesen verschonen exotische Tiere

Aus Angst vor Vogelgrippe und der Lungenkrankheit Sars werden in China vermehrt exotische Tiere vom Speiseplan gestrichen. Nur noch 28 Prozent der Chinesen frönten letztes Jahr ihrer Vorliebe nach Eulen oder Zibetkatzen.

Im Jahr 1999 lag diese Zahl noch bei 51 Prozent, wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage von Tierschutzorganisationen ergab. Die in den USA ansässige Tierschutzorganisation WildAid und die chinesische Vereinigung zum Schutz von Wildtieren (CWCA) befragten 24.000 Menschen in 16 Städten.

Nahezu alle von ihnen (81,9 Prozent) wüssten, dass der Sars-Erreger über Wildtiere auf den Menschen übertragen worden sei, heisst es in der Umfrage. Und obwohl nicht jeder davon überzeugt sei, dass Zibetkatzen den Erreger weitertrügen, «essen immer weniger Menschen Zibetkatzen», sagte Yin Feng von der CWCA auf einer Pressekonferenz in Peking. Die Lungenkrankheit trat erstmals Ende 2002 im Süden Chinas auf. Auch das Vogelgrippe-Virus wird Experten zufolge wahrscheinlich über Wildtiere übertragen. (dapd)

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