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Wegen «Souvenir-Aktion»: FCZ-Abschlussfest gefährdet

Mit ihren Plünderungen im Letzigrund schossen die FCZ-Fans ein Eigengoal: Das Sportamt streicht die Übertragung des möglichen Titelkampfs am Samstag gegen Basel. Auch das Abschiedsfest wird kaum stattfinden.

Beim Sportamt der Stadt Zürich hat man nach den Vorfällen am Samstag die Nase voll. Nach dem letzten Match der Zürcher im alten Letzigrund stürmten die Fans das Spielfeld, schnitten ganze Brocken aus dem Rasen und schraubten Stühle ab. «Diese Fans wollen wir nicht mehr im Stadion. Die angekündigte Match-Übertragung auf Grossleinwand wird nicht im Stadion stattfinden», sagt Sportamt-Chef Ernst Hänni unüberhörbar verärgert.

Fassungslos reagiert Markus Imbach, Präsident des Fanclubs Letzi: «Ein Affront und eine Gemeinheit ist das gegenüber den Fans, die nichts mitgenommen haben.» Für viele Anhänger sei dies eine Katastrophe. Sollte YB morgen gegen den FCB gewinnen, spielen die Zürcher am Samstag in Basel um den Meisterpokal. Ohne Grossleinwand im Letzi müssten viele den Knüller alleine vor dem TV mitverfolgen.

Gleichzeitig bahnt sich eine weitere Tragödie für die Fans an. «Weil der Club die Schäden vom Samstag übernehmen muss, erwägt der Verwaltungsrat des FC Zürich, das Abschlussfest vom 20. August aus Kostengründen abzusagen», sagt Pressesprecher Alexander Kuszka. Hänni glaubt jedenfalls: «Das Leichtathletik-Meeting am 18. August wird der letzte Event im Letzi sein.»

Alexandra Roder

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