Maskentragpflicht – Wegen sozialen Druck – Asthmatikerin trägt Maske trotz Dispens
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MaskentragpflichtWegen sozialen Druck – Asthmatikerin trägt Maske trotz Dispens

Menschen mit Maskendispens leiden unter bösen Blicken. Diese hätten in den letzten Wochen und Monaten noch zugenommen, erzählt eine Betroffene. Manche tragen die Maske sogar trotz Dispens. Bis der Hustenanfall kommt.

Den öffentlichen Verkehr meiden sie, wenn immer möglich. Auch das Einkaufen fällt ihnen schwer. Asthmatikerinnen und Asthmatiker und Allergikerinnen und Allergiker leiden wegen der Maskenpflicht. Betroffen ist M. aus dem Raum Zürich. Obwohl sie eine Maskendispens besitzt, trägt sie die Maske, wann immer es geht. So entgeht sie den bösen Blicken und Kommentaren. «Wenn ich mitten im Geschäft oder im Zug einen Hustenanfall habe, dann werde ich von den Leuten entsetzt angeschaut, sie meinen, ich habe Corona, aber es ist nur ein Asthma-Anfall, ein Erstickungshusten.»

Weil es jetzt kälter wird, wird die Maskenpflicht in den kommenden Wintermonaten nicht fallen, meint der Infektiologe Andreas Cerny. Darum sei es wichtig, dass man auf Menschen, welche die Maske aus gesundheitlichen Gründen nicht tragen können, Rücksicht nimmt. «Die Kriterien sind streng, der Arzt sollte genau hinschauen und keine Gefälligkeitsgutachten machen oder leichtfertig Dispensen geben.»

Weil sie viele Medikamente braucht, musste M. sogar ein ärztliches Zeugnis haben, um sich impfen zu lassen. Die Spritze hat sie im Mai bekommen. Seither leidet sie aber weiter, weil die Maskenpflicht einfach nicht fällt, bevor die Anzahl geimpfter Schweizerinnen und Schweizer einen höheren Prozentsatz erreicht.

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(Team Video News)

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