Flughafen Zürich: Wegen Sturm: Flieger müssen durchstarten
Aktualisiert

Flughafen ZürichWegen Sturm: Flieger müssen durchstarten

Sturmalarm am Flughafen Zürich: Etliche Flugzeuge mussten wegen des starken Windes die Landung abbrechen. Zwei Swiss-Maschinen landeten vorsichtshalber in Genf statt in Kloten.

von
Adrian Müller

Der Orkan zwingt selbst Düsenjets in die Knie: 25 Maschinen konnten laut Unique-Pressesprecher Marc Rauch bis am Mittag wegen des starken Windes nicht auf der Piste aufsetzten. Sie mussten die Landung abbrechen und durchstarten. Wann und ob dies geschehe, müsse der Pilot selber entscheiden, erklärt Rauch. «Es hat zwar viel Wind, aber der Flughafen ist nach wie vor offen.»

Dies beruhigt jedoch nicht alle Piloten: Zwei Maschinen der Swiss mussten wegen der Sturmböen den Anflug abbrechen und in Genf anstatt Zürich landen. «Seitenwindlandungen sind sehr anspruchsvoll», sagt Swiss-Pressesprecher Jean-Claude Donzel. Ein Airbus A320 könne bis maximal 70 km/h Seitenwind landen. Ab 111 km/h Seitenwind muss sogar der ganze Flughafen seinen Betrieb einstellen. Am Airport erreichen die Windspitzen derzeit bis zu 107 Stundenkilometer.

Keine Flüge von und nach Paris

Auf dem Flughafen Zürich wie auch in Basel-Mülhausen mussten am Dienstagmorgen Flüge gestrichen werden. Dabei handelte es sich um Flüge von und nach Paris. Grund der Annullierungen waren jedoch nicht Sturmprobleme auf dem EuroAirport, sondern die Schliessung der Pariser Flughäfen Charles de Gaule und Orly.

Der gesamte übrige Betrieb in Basel-Mülhausen verlief denn auch trotz der Sturmwinde normal, wie es auf Anfrage bei der Flughafendirektion hiess. Einer der gestrichenen Flüge war im Übrigen ein früher Frachtflug aus Paris.

Die Beinahe-Katastrophe von Hamburg

Was gefährliche Seitenwinde für eine Flugzeuglandung bedeuten, erlebten vor knapp einem Jahr 131 Passagiere eines Lufthansa-Fluges. Beim Anflug in Hamburg wurde die Maschine vom Wind erfasst und schlug mit dem linken Flügel auf der Landepiste auf. Geistesgegenwärtig handelte der Kapitän und startete durch. Die 131 Passagiere entkamen nur knapp einer Katastrophe. Das Ereignis schlug nicht zuletzt hohe Wellen, nachdem ein Amateurvideo auftauchte, das die Beinahe-Katastrophe festhielt. 2008 wurde das Ereignis vom Deutschen Fernsehen als einer der emotionalsten Momente des Jahres gekürt.

(Quelle: Youtube)

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