Wegen VCS-Blockade: Ikea droht mit Wegzug
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Wegen VCS-Blockade: Ikea droht mit Wegzug

Ikea hat genug von den VCS-Klagen. Blockiert der VCS weiter, zügelt das Möbelhaus von Spreitenbach ins deutsche Waldshut.

Ikea will entweder in Spreitenbach oder Dietikon ihre neue Zentrale samt Einrichtungshaus bauen. Beide Vorhaben blockiert der Verkehrsclub der Schweiz aber bislang mit Einsprachen und Rekursen.

Jetzt hat Ikea die Nase voll und prüft eine Standortverlegung ins deutsche Waldshut. Dabei scheint es den Schweden Ernst zu sein: «Wir haben die Alternative Waldshut im Rahmen einer Ökologie-Studie intern prüfen lassen», sagt Ikea-Immobilienchef Hans Kaufmann. Allerdings wolle man nur im Notfall an die Umsetzung eines solchen Szenarios denken. «Umwelttechnisch wäre das sicher die dümmste Variante», so Kaufmann.

Fakt ist: Zieht Ikea nach Waldshut um, gehen der Aargauer Gemeinde Spreitenbach Investitionen von gut 100 Millionen Franken und Steuern in Millionenhöhe durch die Lappen. Über 300 Personen könnten ihren Job verlieren. Damit dies nicht passiert, muss schleunigst ein Kompromiss mit dem VCS her. «Ohne die Rekurse hätten wir in Spreitenbach bereits mit den Bauarbeiten für die neue Filiale begonnen», sagt Kaufmann. Martin Bossard vom VCS Aargau sagt: «Wir warten nun erst mal den Beschluss des Grossen Rates vom 17. August ab. Dann entscheiden wir, ob wir Beschwerde einreichen.»

Martin Skalsky

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