Wegen Versicherungsgeld: Mutter vergiftet Tochter
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Wegen Versicherungsgeld: Mutter vergiftet Tochter

Wegen jahrelanger lebensbedrohlicher Misshandlungen der kleinen Lea-Marie mit Essig und Kalkreiniger muss die Mutter des Mädchens neun Jahre ins Gefängnis.

Ausserdem muss sie ein Schmerzensgeld von 30.000 Euro zahlen. Die 27-jährige Frau aus dem mecklenburgischen Teterow habe ihrer heute fünfjährigen Tochter über etwa vier Jahre in mindestens 24 Fällen gewaltsam ätzende Haushaltsreiniger eingeflösst und damit schwer verletzt, hiess es in der Urteilsbegründung des Rostocker Landgerichts vom Freitag.

Zudem habe sie in verabscheuungswürdiger Weise das Kind im Alter von einem Jahr mit heissem Wasser verbrüht, um Geld von einer Unfallversicherung zu erhalten.

Das Gericht begründete das Urteil mit den Tatbeständen der Misshandlung Schutzbefohlener, der gefährlichen Körperverletzung und des Betruges. Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Jahre Haft gefordert, während die Verteidigung sechs Jahre und drei Monate als ausreichend erachtet hatte.

Der mitangeklagte Vater wurde zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass auch er gewalttätig gegen das Kind geworden ist und es mit einem Teppichklopfer verprügelte. (dapd)

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